Archiv für den Tag: Juli 12, 2010


Andreas Camilleris Caravaggio-Roman „Die Farbe der Sonne“ und die Mafia Rom. Die Geschichte handelt von einem Künstlerleben, doch sie beginnt wie ein Krimi. Dem Erzähler wird beim Besuch einer Inszenierung im griechischen Theater von Syrakus eine Telefonnummer zugespielt. Sie führt zu einem versteckten Landgut unweit von Catania, wo er bislang unbekannte handschriftliche Notizen eines berühmten Malers aus der Zeit des Epochenwechsels von der Renaissance zum Barock einsehen kann. Notizen von Caravaggio, das heißt von Michelangelo Merisi, der 1571 vermutlich in Mailand zur Welt kam. Die Familie des Malers stammte aus dem Marktflecken Caravaggio (südlich von Bergamo), auf den sich Merisi immer wieder stolz berief. In Rom, das er später fluchtartig verlassen musste, weil er wegen Totschlags angeklagt wurde, und in Neapel schuf er seine Hauptwerke. Caravaggio starb am Ende eines kurzen, teilweise abenteuerlichen Lebens vor 400 Jahren am 18. Juli 1610 in Porto Ercole an der Grenze zum Vatikanstaat. In den Jahren vor seinem Tod hielt er sich von 1607 bis 1609 vor allem auf Malta und auf Sizilien auf. Aus den geheimnisvollen Notizen rekonstruiert der Sizilianer Andrea Camilleri in seinem kleinen Roman „Die Farbe der Sonne“ eben diese Jahre. Caravaggio kommt nach Malta, malt dort einige wichtige Bilder wie […]

ANGEFRESSEN VON SCHWEINEN UND MÄUSEN