Gastronomie


Zu Tisch: Das panierte Kalbsschnitzel – als Cotoletta von Mailand aus gesehen Eine Geste wie eine Liebkosung: Vorsichtig drückt Cesare das Kotelettstück mit der Handfläche, dass es nicht mehr als circa zwei Zentimeter dick ist. Dann wird es in gequirltem Ei gewendet, mit Brotbröseln überstreut und wandert schließlich in die Pfanne mit dem heißen Butterschmalz. Cesare lässt es auf jeder Seite zusammen mit Salbei rund vier Minuten braten. Etwas Salz und fertig: einheitlich goldbraun überzieht die Panade diese Cotoletta (oder Costoletta) milanese, wirft zarte Falten und Wellen wie die kaum bewegten Wasser eines Sees. Wenn man es aufschneidet, leuchtet das Fleisch frisch rosa. Gleich beim ersten Biss vermischt sich im Mund der buttrige Geschmack der knusprigen Panade mit dem saftigen Kalbsfleisch. Aber zum Panieren gehört doch Mehl? Nein!!! Cesare bekommt fast einen Schreikrampf, niemals Mehl bei einem Mailänder Schnitzel. Und bitte auch nicht flach klopfen. Dann könne man doch gleich nach Wien gehen.

MIT ZARTEN FALTEN