Rossini


Notizen zum 37. Rossini Opera Festival in Pesaro Pesaro – Das 37. Rossini Opera Festival geht in diesen Tagen zu Ende. Im Mittelpunkt stand eine vielumjubelte, von der Kritik etwas zurückhaltend aufgenommene Neuaufführung der „Donna del Lago“. Michele MariottI dirigierte, Italiens Regiestar Damiano Michieletto hat sie auf die Bühne gestellt. Daneben sah man einen von Davide Livermore erfrischend inszenierten „Il Turco in Italia“ unter der musikalischen Leitung von Speranza Scapucci, der ersten weiblichen Dirigentin des Festivals. „Ciro in Babilonia„, eine Wiederaufnahme aus dem Jahr 2012 (Regie: Davide Livermore, Dirigent: Jader Bignamini) bildete das ernste Gegenstück gegen so viel unterhaltsames Musiktheater.

SCHWUNGVOLL UND GEGENWÄRTIG


Doch das Rossini Opera Festival steht an einem Scheideweg Pesaro. Das Rossini-Festival in der Adria-Stadt Pesaro erfreut sich einer ungebrochenen Beliebtheit. Am letzten August-Wochenende ist es mit einer Aufführung des „Stabat Mater“ zu Ende gegangen. In diesem Jahre kamen bei über 15.000 verkauften Karten mehr Besucher als jeweils in den Vorjahren – fast zwei Drittel davon aus dem Ausland – zu der dreiwöchigen Veranstaltung. Und das obgleich mit der „La gazzetta“ nur eine Neuinszenierung neben zwei Wiederaufnahmen („La gazza ladra“ und „L’inganno felice“) auf dem Programm standen. Die „Gazzetta“, eine eher selten gespielte Oper Rossinis aus seiner neapolitanischen Zeit von 1816, überzeugte in einer schwungvollen Inszenierung von Marco Carniti. Der Spanier Enrique Mazzola dirigierte das Orchester der Oper Bologna. Und der Beifall für Sänger und Sängerinnen wie die armenische Sopranistin Hasmik Torosyan oder den Bariton Nicolai Alaimo wollte kein Ende nehmen.

VIEL BEIFALL IN PESARO



Pesaro, das Rossini Festival 2010 und die Oper als Phantom Pesaro (August 2010) – Was hat Bill Viola mit Gioachino Rossini gemeinsam? Beide haben in diesem Jahr einen Auftritt in der Galerie von Franca Mancini in der Adriastadt Pesaro. Die Galeristin veranstaltet regelmäßig parallel zum Rossini Opera Festival (ROF) unter dem Titel „Les Rencontres Rossiniennes“ Begegnungen von Gegenwartskünstlern mit dem Musikgenie, das Anfang des 19. Jahrhunderts ganz Europa mit seinen Melodien geradezu trunken gemacht hatte. Ein Alt-Rossinianer wie Bruno Cagli, der vor 31 Jahren das ROF mitbegründen konnte und heute die Accademia Nazionale Santa Cecilia in Rom leitet, hat keine Probleme, Gemeinsamkeiten zwischen der freien Filmsprache des amerikanischen Video-Künstlers und den „versteckten Energien“ von Rossinis Klangmaterial zu entdecken. So gab es zur Eröffnung der Ausstellung bei Franca Mancini Videos von Bill Viola wie „Angel’s Gate“ (1989) und ironische Musikstücke von Gioachino Rossini aus der Sammlung der „Péchés de Vieillesse“, den „Alterssünden“, die zwischen 1857 und seinem Tod 1868 entstanden sind. Und anschließend drängelte man sich im Garten der Galerie beim Aperitif unter einem leuchtend blauen Himmel, der das nahe Meer ahnen ließ. Ein großes Familientreffen Das ROF, das am Montag mit der Premiere des „Sigismondo“ eröffnet wurde, ist jedes Jahr […]

LIEBHABER UNTER SICH