Turin


Eine Ausstellung in Nuoro untersucht die kulturellen Beziehungen zwischen Sardinien und dem Piemont, nachdem die Insel vor 300 Jahren an des Turiner Herzogtum angegliedert wurde. Nuoro – Sardinien und Piemont verbindet eine 300jährige Geschichte. Im Jahr 1720 war das damalige Königreich Sardinien den Verträgen von London und Den Haag nach dem Herzogtum Savoyen zugesprochen worden – und hatte damit den Herzog in Turin zu einem König gemacht. Die neuen Herren kümmerte sich jedoch – abgesehen von den Jahren ihres Exils in Cagliari während der napoleonischen Dominanz in Italien – wenig um die Insel. Noch heute werden die Savoyer dort in vielen Veröffentlichungen verächtlich als „Kolonialherrscher“ bezeichnet. Die Ausstellung in Nuoro Il regno segreto. Sardegna-Piemonte: una visione postcoloniale versucht dagegen die Beziehungen, den Austausch und das gegenseitige Durchdringen im kulturellen Bereich mit persönlichen Erfahrungen, Objekten und Ideen bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts zu beschreiben.

EDINAS GESCHICHTE


Die Familie Agnelli kehrt ins Mediengeschäft zurück und übernimmt die Mehrheit der Gedi-Gruppe (la Repubblica, L’Espresso , HuffPost u.a.). Und schon wechseln die Chefredakteure Mailand/Rom –  Stühlerücken in der italienischen Medienlandschaft: Maurizio Molinari, bis vor ein paar Tagen noch Chefredakteur der Turiner Tageszeitung La Stampa, ersetzt Carlo Verdelli auf dem Chefposten der römischen la Repubblica. Wirtschaftsexperte Massimo Giannini, lange Zeit Vizechef der Repubblica und zuletzt Leiter des privaten Radio Capital, wird Chefredakteur der Stampa. Von der Stampa wechselt Mattia Feltri (Leiter der Hauptstadtredaktion Rom) in die Chefetage der italienischen Ausgabe der Huffington Post. Dieses Personenkarussel hat ein Player in Gang gebracht, der sich lange Zeit aus dem italienischen Mediengeschäft rausgehalten hatte: John Elkann,  der 44jährige Enkel des „Avocato“ Giovanni Agnelli, und Vorstandsvorsitzender u.a. von Exor, der Finanzgesellschaft der Familie Agnelli, die (der niedrigen Steuern wegen) in Amsterdam residiert.

SIE SIND WIEDER DA



Zwischen Trubel und Debatten – die Turiner Buchmesse mit steigenden Besucherzahlen Turin/Mailand – Die Veranstalter des 32. Salone Internazionale del Libro di Torino (9. bis 13. Mai) zeigten sich zufrieden. Zur italienischen Buchmesse kamen diesmal 148.000 Besucher (darunter rund 21.000 Kinder und Jugendliche in einem für sie reservierten Veranstaltungsbereich) – rund 10 Prozent mehr als im Vorjahr. „Wir sind eine Werkstatt für Ideen“, zog der künstlerische Leiter, der Schriftsteller Nicola Lagioa, Bilanz. Auf Veranstaltungen wurden Bücher und Themen einer breiten Themenpalette diskutiert, wobei die gegenwärtige Faschismusdebatte in Italien mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt wurde.

WERKSTATT FÜR IDEEN


A margine del Giorno della memoria: I governi democratici hanno compiuto durante e dopo la guerra e commettono tutt’oggi atti che violano i diritti umani, compiendo fra l’altro omissioni di soccorso in grande scala. Un intervento di Antonella Romeo Torino – Come ogni anno si sono concluse le commemorazioni per il Giorno della Memoria, il 27 gennaio, anniversario della “liberazione” del campo di Auschwitz. In realtà quando le truppe dell’Armata Rossa arrivarono ad Auschwitz nel campo di sterminio non c’era più l’ombra di un nazista. Le SS del campo avevano costretto i sopravvissuti a una marcia della morte e fino all’ultimo li tormentarono, privandoli dell’ultima speranza di vita. Nel campo erano rimasti solo i più deboli e i malati. «Per molti sopravvissuti la Liberazione significò semplicemente poter morire da liberi», scrisse Elie Wiesel nella sua autobiografia Tutti i fiumi scorrono verso il mare.

ALLORA COME OGGI



Traditionell wird die italienische Buchmesse, der Salone del Libro, jeweils Mitte Mai in Turin veranstaltet. Nun plant der Verlegerverband ab Mitte April kommenden Jahres eine eigene Messe in Mailand abzuhalten. Turin will jedoch nicht zurückstecken. Mailand – In Italien streitet man sich um die nationale Buchmesse. Bislang gibt es eine Hauptmesse, veranstaltet von einer regionalen Kulturstiftung jeweils Mitte Mai in Turin. Neben diesem Salone del Libro organisiert der Verlegerverband jährlich Anfang Dezember eine Messe für kleinere und mittlere Verlage in Rom, die größte Veranstaltung dieser Art in Europa. Im kommenden Jahr wird eine dritte nationale Messe dazu kommen, die jetzt in Mailand unter dem Titel Tempo di Libri – „Bücherzeit“ – vorgestellt wurde. Sie wird wie die römische Veranstaltung vom Verlegerverband organisiert, der sich bei der Durchführung des Turiner Salone nicht ausreichend repräsentiert fühlt. Tempo di Libri soll das erste Mal Mitte April kommenden Jahres in Mailand nur vier Wochen vor dem Salone in Turin abgehalten werde.

MAILAND IST EINE MESSE WERT