80 Jahre Kriegsende (2): Italien beginnt sich mit dem deutschen Widerstand auseinanderzusetzen, Deutschland tut sich immer noch schwer von Deserteuren der Wehrmacht zu erzählen, die aufseiten der italienischen Partisanen kämpften – neue Veröffentlichungen als Beiträge zum Aufbau einer europäischen Erinnerungskultur Mailand/Turin – 80 Jahre nach Kriegsende bleibt in Italien die Diskussion über die Rolle und die Bewertung der Resistenza und die Ereignisse der deutschen Besatzung lebendig. In den vergangenen Jahren wurde dazu in einigen Veröffentlichungen der Blick auf Deutschland und die Deutschen nicht nur auf die Täter gerichtet, sondern auch auf die, die gegen die Nazi-Diktatur opponiert hatten. Bei Laterza ist jetzt zum ersten Mal eine Art Gesamtüberblick über den deutschen Widerstand erschienen, der bereits im Titel eine gewisse Vorläufigkeit ausdrückt: „Storie della Resistenza tedesca“. Also „Geschichten“, nicht „Geschichte“ des Widerstands.
