Die Welturaufführung der Oper „Anna A.“ von Silvia Colasanti über Verfolgung, Verlust, Zensur im Leben der russischen Lyrikerin Anna Achmatova in der Mailänder Scala. Sprechtheater, musikalische Charakterisierung, Gesang und Video finden in der Regie von Giulia Giammona zu einer vielschichtigen Erzählform zusammen Mailand (Teatro alla Scala) – Im Mittelpunkt der Oper Anna A. mit der Musik von Silvia Colasanti steht das Leben der Lyrikerin Anna Achmatova (1889 – 1966), die als bedeutendste Dichterin russischer Sprache im 20. Jahrhundert gilt. Die Oper, die jetzt an der Mailänder Scala ihre Welturaufführung erlebt hat, rückt flashartig Schicksalsschläge und dramatische Ereignisse ihres Lebens ins Licht. Die Inszenierung steht im Zusammenhang mit dem Jugendprogramm der Scala. Bei einigen Rollen kamen Solistinnen und Solisten der Musikakademie der Mailänder Oper zum Einsatz. Die Accademia Teatro alla Scala stellt auch das Orchester (Leitung durch die Deutsch-Russin Anna Skryleva) und den angegliederten Jugendchor, was zugleich den hohen künstlerischen Rang dieser in Italien einmaligen Institution unterstreicht.
