Archiv für den Tag: April 10, 2025


Mafia (2): Simonetta Agnello Hornby hat auf dem Hintergrund der Entwicklung Siziliens in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts eine Art kriminellen Bildungsroman geschrieben. Mailand/Palermo – In dem Roman „Er war ein guter Junge“ (Folio Verlag) beschreibt Simonetta Agnello Hornby die Grauzone zwischen organisierter Kriminalität und der Zivilgesellschaft auf Sizilien. Die Autori erzählt vom Heranwachsen zweier Jugendlicher im südwestlichen Sizilien zwischen der Kleinstadt Sciacca und dem Dorf Pertuso Piccione – ein Fantasiename, hinter dem sich der Bergort Caltabellotta versteckt – und dem beruflichen Aufstieg der beiden. Der bringt sie zwischen den 1970er- und 1990er-Jahren gleichsam zwangsläufig in die Nähe zur Cosa Nostra. Wie Giovanni in einem Brief an seinen engen Freund Santino schreibt: „Wir beiden werden für uns und unsere Liebsten immer unser Bestes geben. Wenn man in dieser Welt Karriere machen will, muss man aber auch den Schmutz akzeptieren.“

DEN SCHMUTZ AKZEPTIEREN