Sardinien


Auf Sardinien wurden erneut Großskulpturen aus der späten Nuraghenzeit gefunden Cagliari (November 2014). Die „Giganten von Mont’e Prama“, überlebensgroße Sandsteinfiguren vermutlich aus dem 9. oder 8. Jahrhundert v. Chr., gehören seit kurzem zu den Höhepunkten der archäologischen Museen von Cagliari und Cabras auf der Mittelmeerinsel Sardinien. Das sind archaische Darstellungen von Bogenschützen, Kriegern und Handschuhkämpfern. Bei mehreren Grabungskampagnen zwischen 1975 und 1979 legten Wissenschaftler in Westsardinien unweit von Cabras (Provinz Oristano) kleine Bereiche einer vermutlich ausgedehnten Nekropole aus der Zeit der späten Nuraghen-Kultur am Hang des Hügels Mont’e Prama frei.

DIE GIGANTEN VON MONT’E PRAMA


Sardinien und der kulturelle Aufbruch der Regionalhauptstadt Cagliari Cagliari (16.12.2013) – Die Altstadt von Cagliari liegt innerhalb historischer Befestigungsanlagen auf einem felsigen Hügel am Golfo degli Angeli im Süden von Sardinien, der zweitgrößten Insel des Mittelmeers. Zu Füßen des Hügels dehnen sich nach Osten wie nach Westen Lagunen aus, in denen früher Salz gewonnen wurde und heute Flamingos brüten. Vom Hafen zieht sich die Marina, eine ehemalige Fischersiedlung, zum Kastell und zur Oberstadt hoch. Reisende, die sich einst Cagliari vom Meer her näherten, sahen wie D.H. Lawrence „eine nackte Stadt, die sich steil und vergoldet aus der Fläche inmitten der gestaltlosen, tiefen Bucht aufreckt.“ Der Engländer, der Sardinien zusammen mit seiner deutschen Frau Frieda von Richthofen kurz nach dem ersten Weltkrieg bereiste, empfand die Hauptstadt der Insel „fremdartig, fast schön, überhaupt nicht italienisch.“ Ein Ort „verloren zwischen Europa und Afrika, keinem zugehörig.“ Sein Buch „Das Meer und Sardinien“, das nach dieser Reise entstand, prägte lange Zeit das Sardinienbild der europäischen Öffentlichkeit. Das war eine Reise in ein mittelalterlich anmutendes Leben, „das in sich ruht und kein Interesse an der Welt draußen hat.“ Als im Hinterland die Zeit stehen blieb Cagliari hat dabei immer eine Sonderolle gespielt, weil die Eroberer vom […]

DIE GRÜNE STADT AM MEER



Ovidio Marras, ein alter Hirte und Kleinbauer kämpft auf Sardinien gegen die Bauspekulation von Großindustriellen Cagliari – Eine der schönsten Straßen Italiens führt in Südsardinien, rund 40 Kilometer von der Regionalhauptstadt Cagliari entfernt, längs der Costa del Sud zum Porto di Teulada.  Sanft rollt ein Vorgebirge dem Meer zu. Kleine Buchten mit traumhaften, vom Tourismus weitgehend unberührte Stränden schließen sie ab. Hinter jeder Kurve öffnen sich neue  Blicke auf prächtige Landschaftbilder mit buschigem Rosmarin, wilden Olivenbäume und kleinen Wäldern immergrünen Steineichen, die bis an das glasklare Meer heranreichen, das blaugrün in der Herbstsonne blinzelt. Einige alte, in traditioneller Lehmbauweise errichtete Bauernkaten stehen hier und von einer Landzunge bei Capo Malfatano grüßt ein Wachturm aus den Zeiten der aragonischen Besatzung.

HUND UND KATZE VERGIFTET