Rom/Turin/Mailand – Die italienische Zeitungslandschaft kommt in Bewegung. Die Espresso Gruppe (De Benedetti), zu der neben dem Wochenmagazin L’Espresso die Tageszeitung la Repubblica sowie 18 Regionalblätter gehören wird mit der Gruppe Itedi fusionieren, die die Tageszeitungen La Stampa (Turin) und il Secolo XIX (Genua) herausgibt. Das ist jedenfalls eine Absichtserklärung, die gestern am Mittwoch von beiden Partnern unterzeichnet wurde. Bis Juni soll die Fusion vertraglich abgeschlossen sein, operativ werden ab Frühjahr 2017. Repubblica und Stampa beherrschen zur Zeit rund 20 Prozent des Zeitungsmarktes, beide Gruppen bilden einen Umsatz von gegenwärtig 750 Millionen Euro. Hauptaktionär des neuen Medienpols wird die von De Benedetti kontrollierte CIR-Holding mit 43 Prozent. 47 Prozent wären frei auf dem Markt verteilt.
Archiv für den Tag: März 3, 2016
Diogo Mainardi erzählt in „Der Fall“, wie sein Sohn mit einer schweren Behinderung aufwächst Venedig – Ein Ehepaar auf dem Weg zum Krankenhaus, das in der Scuola Grande di San Marco hinter der prächtigen, von Pietro Lombardo 1489 entworfenen Fassade untergebracht ist. Die Frau, hoch schwanger, hat Angst vor der Geburt, das Krankenhaus ist für Behandlungsfehler bekannt. Der Mann sagt: „Bei dieser Fassade nehme ich sogar ein verkrüppeltes Kind.“ Das Kind, Tito, wird falsch behandelt und leidet seitdem unter Zerebralparese. Muskelschwäche und spastische Lähmungen sind die Folge.Der Vater, der brasilianische Journalist und Schriftsteller Diogo Mainardi, fühlt sich schuldig an der Behinderung seines Kindes und wird gleichsam als neuer, anderer Mensch geboren: „Ich bin Titos Vater. Es gibt mich nur, weil es Tito gibt.“
