Archiv für den Tag: März 27, 2016


Aldo Manuzio und die Renaissance – eine faszinierende Ausstellung in Venedig   Venedig (Galleria dell’Accademia bis 19.Juni) – Aldo Manuzio, 1449 in der Nähe von Rom geboren, hatte in Rom und Ferrara studiert und sich mit neuen Ideen zum Griechischunterricht einen Namen gemacht. In Venedig sorgte er sich vom Ende des Jahrhunderts an bis zu seinem Tod 1515 als Verleger um die Verbreitung der humanistischen Kultur. Dafür entwickelte er eine neue, handliche Form von Büchern, mit denen die Literatur der griechischen und römischen Antike auch einem breiteren Publikum zugänglich gemacht wurde. Was wiederum das kulturelle Klima in Venedig nachhaltig beeinflusste. Wie in diesem Wechselspiel Künstler mit bislang neuen Bildmotiven reagierten, zeigt die Ausstellung „Aldo Manuzio – die Renaissance von Venedig“.

KULTURELLE WENDE


Umberto Boccionis Weg zum Futurismus – eine Ausstellung in Mailand Mailand (Palazzo Reale bis 10.Juli 2016) – Nichts sollte mehr so sein wie früher. Eine neue Kultur wollte Bewegung, Geschwindigkeit und Zeitabläufe in Poesie, Musik und bildende Kunst übertragen. Das war das Ziel der Futuristen am Anfang des vergangenen Jahrhunderts. Im Jahr 1909 hatte der italienische Poet Filippo Tommaso Marinetti in einem „ersten futuristischen Manifest“ traditioneller, gegenständlicher Kultur eine Absage erteilt. Mit von diesen Ideen geprägten Gemälden, Skulpturen und Zeichnungen beeinflusste Umberto Boccioni (1882 -1916) die europäische Kunst. Mailand widmet Boccioni, dem vielleicht bedeutendsten Vertreter dieser neuen Avantgarde, 100 Jahre nach seinem Tod eine umfassende Retrospektive im Palazzo Reale. Gezeigt werden 280 Exponate – Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen und Dokumente auch von Mitstreitern wie Giacomo Balla, Gino Severini, Carlo Carrà und anderen.

CHAOTISCH, UNORDENTLICH, GENIAL