Peter Kammerer, emeritierter Professor für Soziologie an der Universität Urbino. Übersetzt u.a. Pasolini, Gramsci und (zusammen mit Graziella Galvani) Heiner Müller ins Deutsche. Zusammen mit Enrico Donaggio (Universität Turin) bereitet er eine Neuausgabe der italienischen Übersetzung des Kommunistischen Manifestes für den Feltrinelli Verlag (Mailand) vor.
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Insolera (2): Eine Rezension über „Roma moderna. Un secolo di storia urbanistica“ von Italo Insolera, die 1966 in den „Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik“ veröffentlicht wurde. München/Urbino – Das bei Einaudi zum ersten Mal 1962 erschienene Standardwerk Insoleras ist seither in zahlreichen Auflagen erweitert und aktualisiert herausgekommen – zuletzt im Jahre 2011. Diese letzte Ausgabe, die derzeit ins Englische übersetzt wird, spannt den Bogen von der Jahrtausendwende zurück bis in die Napoleonische Ära. Hier die Dokumentation der Rezension von Peter Kammerer, geschrieben in München 1966, die außerdem Antonio Cedernas Arbeit „Mirabilia Urbis“ (Einaudi 1965) einbezieht.
EINE FASZINIERENDE STADTGESCHICHTE
Elli Carrano: Quando il Made in Italy diventa cultura. Il libro “Moda Made in Italy” sul linguaggio della moda e del costume italiano. Un contributo all’inserimento della moda nell’ambito scientifico Firenze/Milano – “La moda è la spuma dell’onda”, così risponde la scrittrice Dacia Maraini alla domanda riguardo al significato della moda nel mondo accademico, in seno all’intervista che troviamo in postfazione al libro Moda Made in Italy. Il linguaggio della moda e del costume italiano a cura di Dagmar Reichardt e Carmela D’Angelo. Il volume, pubblicato da Franco Cesati Editore, raccoglie una selezione paritaria delle relazioni presentate nella sessione Il linguaggio della moda e del costume italiano del XXI Congresso A.I.P.I. (Associazione Internazionale dei Professori di Italiano, 27-30 agosto 2014) „Est-Ovest / Nord-Sud. Frontiere, passaggi, incontri culturali“. E si propone di offrire un contributo all’inserimento della moda nell’ambito scientifico, in cui riconosce un “vuoto” in tal senso.
FRIVOLA E LUDICA
Biennale (1): Die 57. Kunstbiennale von Venedig feiert die Kunst der Gegenwart als einen neuen Humanismus. Vertreten sind vor allem junge, oft unbekannte Künstlerinnen und Künstler. Doch ein alter Hase wie Franz Erhard Walther aus Fulda wurde mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet Venedig (bis 26.11.) Wohin geht die Kunst? Sie überquert Abgründe. Eine Videoarbeit von Taus Makhacheva, eine 34jährige Künstlerin aus Dagestan, bringt diese Biennale auf den Punkt. Sie zeigt wie ein Hochseilartist über ein Drahtseil balanciert, das unter freiem Himmel zwischen zwei eng nebeneinander liegenden Gebirgskuppen gespannt ist. Er bringt Gemälde von einem offenen Lager auf der einen Kuppe in eine geschlossene Struktur auf der anderen. Dafür hängt der Artist jeweils ein Bild an die äußeren Enden seiner Balancierstange. So gleichsam mit höchstem Risiko spielerisch transportiert er im Video „Tightrope“ rund 58 Minuten lang die Kunst von einer zu anderen Seite.
EIN DRAHTSEILAKT
Venedig, Anfang Mai 2017 – Sanft gleitet das Holzboot durch den engen Kanal. Eine mehrere Jahrzehnte alte, traditionelle Sampierota mit einem Ruderer am Heck. Auf der Bank am Bug sitzt Anna Ammirati, der man ihre 75 Lebensjahre wirklich nicht ansieht. Trotz vergangenen Himmels trägt sie eine dunkle Brille. Sie ist seit ihrer Geburt blind. Doch Venedig kennt sie trotzdem wie ihre Westentasche. Vor allem das Viertel hinter dem Arsenale, wo ihr Vater früher als Offizier stationiert war. Anna kennt die Geräusche, weiß in welchen Kanal wir einbiegen, unter welcher Brücke wir durchfahren. Sie erzählt vom Viertel hier bei S.Pietro di Castello.
