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Streit um Isozakis Entwurf für einen neuen Ausgang der Uffizien Florenz (September 2004)- Florenz, einer der reichsten und zugleich schönsten Kunststädte der Welt, tut sich traditionell schwer mit der Gegenwartskultur. Das lässt sich wieder einmal an der Diskussion ablesen, die seit Jahren die geplante Umgestaltung eines zweiten Zuganges zu den Uffizien begleitet. Im Zusammenhang mit der Erweiterung der Ausstellungsfläche, die bis zum Jahr 2006 verdoppelt werden soll, steht auch die Neugestaltung des alten Ausgangs zur Piazza Castellani an. Bislang ist sie durch eine hässliche Betonrampe geprägt, die vielleicht dem Hinterausgang einer Fischauktionshalle angemessen sein könnte aber nicht einer der bedeutendsten Pinakotheken Italiens und Europas.

FLORENTINER HORROR


Ein Vespa-Museum in Pontedera bei Pisa eröffnet. Mailand (2000) – Die Hauptdarstellerin ist weiblich und läuft, wenn man Gas gibt, auf zwei Rädern – die Vespa. Ihre Name bedeutet auf Deutsch „Wespe“, und so sticht sie vierrädrige Konkurrentinnen elegant tailleschwingend aus. Denn die „Vespa“ summt ziemlich laut – man könnte es auch knattern nennen – durch die frustriert stehend Autoreihen, überholt mal links, mal rechts, bis sie vor jeder roten Ampel in der Pole-Position steht. Die Italienerin ohne Parkplatzprobleme ist mit weltweit 16 Millionen Exemplaren der Star des Alltags, inzwischen über 50 Jahre jung, und längst ein Mythos der motorisierten Freiheit geworden.

ROSMARIN UND BENZINGERUCH



Ein Besuch bei Liana Millu in Genua, der Autorin „schöner Literatur“ über den Holocaust: „Rauch über Birkenau“ und „Die Brücke von Schwerin“ Genua (November 1998)- Ein freies Leben wollte sie führen, doch die Zeiten waren nicht danach. Liana Millu, 1914 in Pisa geboren, träumte davon, Journalistin zu werden. Sie wollte sich von den Fesseln der Familie und der Religion lösen. Eine erste Anstellung als Lehrerin in Volterra gab ihr die ökonomische Sicherheit, gelegentlich Texte für Zeitungen zu schreiben. Im Sommer 1938 allerdings, noch bevor die italienische Regierung ein Paket von Rassengesetzen verabschiedete, die zu dem Zeitpunkt schärfer waren als die Hitlers, ließ das Unterrichtsministerium bereits Schulen und Universitäten von Juden „säubern“.

DER HASS VERGIFTET DIE SEELE