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Grenzen und Grenzüberschreitungen der Kultur: Hölderlin und Europa – Confini e sconfinamenti della cultura: Hölderlin e l’Europa. Villa Vigoni 28.5. bis 1.6. 2018 Loveno di Menaggio (CO) – Die das Projekt leitenden Ausgangsfragen waren auf eine eventuelle ‹europäische› Identität bzw. Zugehörigkeit gerichtet, die sich – nur scheinbar paradoxerweise – einzig durch Grenzüberschreitungen erreichen lässt. Solche Grenzüberschreitungen geschehen primär auf geistiger Ebene und resultieren folglich aus kulturellen Handlungen. Allerdings ist Kultur darüber hinaus an geopolitische Faktoren, wie Grenzen, Territorium, Vaterland und Heimat gebunden und dementsprechend nicht so frei, wie man sich das wünschen möchte, sondern kennt neben der territorialen und politischen auch eine geistige Kolonisation. Allerdings verfügt gerade die Kultur zugleich über die Mittel und die Kraft, eben diese Problematik zu reflektieren und sie daher nicht nur zu erkennen, sondern auch darin einzugreifen. Die Zielsetzung der Tagung hat vor diesem Hintergrund eine starke politische bzw. kulturpolitische Dimension eingeschlossen (Europa vs. Nation/Vaterland), weshalb die Untersuchung vor allem der späten Dichtung Hölderlins, welche diese Konflikte vielfach mit Nachdruck thematisiert, im Zentrum stand; im Bewusstsein der europäischen Sprachenvielfalt, in der sich das Problem von Identität und Diversität konkret manifestiert, kam die Auseinandersetzung mit der Sprache als solcher, mit der Übersetzungstheorie sowie mit der Musik […]

Abschlussbericht (Auszug)


Der Palazzo Ducale Genua zeigt Arbeiten mexikanischen Maler, die in den 1920er Jahren die Bewegung des Muralismo begründeten.  Genua (Palazzo Ducale bis 9.9.2018) – Im Eingangsraum der Ausstellung ist eine dynamische Pferde-Reiter-Darstellung von David Alfaro Siqueiros mit dem Titel „Zapata“ zu sehen. Der Titel verweist auf die Figur des mexikanischen Revolutionärs Emiliano Zapata, der 1919 ermordet wurde. Es ist eine Studie für eine Wandmalerei im Schloss Chapultepec, der ehemaligen Königsresidenz in Mexiko Stadt. Die Ausstellung México – La pittura dei grandi muralisti zeigt rund 70 Arbeiten von Diego Rivera, José Clemente Orozco und David Alfaro Siqueiros. Dazu kommen Fotos aus der bewegten Lebens- und Liebesbeziehung von Frida Kahlo und Diego Rivera.

DIE GROSSEN DREI



Biennale (2): Der deutsche Pavillon erzählt Geschichten über den Abbau von Grenzen und das Entstehen neuer Räume auf dem Hintergrund des Mauerfalls nicht nur in Berlin Venedig (Giardini della Biennale bis 25.11.2018) – Die Welt wächst zusammen und zugleich nimmt der Protektionismus zu. Das reicht von den Sperranlagen um den Gaza-Streifen bis zum geplanten Mauerbau an der Grenze zwischen den USA und Mexiko. Im deutschen Pavillon der Architekturbiennale wird die Debatte um Öffnung und Ausgrenzung vor allem auf lokaler Ebene geführt – als deutsche Geschichte und Gegenwart. Wenn man den Pavillon betritt, sieht man sich einer schwarzen Wand aus Mauer hohen und versetzt aufgestellten Stelen gegenüber. Erst wenn man diese Mauer durch die Lücken zwischen den Stelen gleichsam „überwindet“, fängt der Pavillon an, Geschichten zu erzählen.

SPRÖDE ABER GELUNGEN


Nach über 45 Jahre verwickelter Baugeschichte erhält die Mailänder Pinakothek Brera einen Palazzo für die Kunst der Moderne und der Gegenwart  Mailand – Darauf haben die Mailänder lange, lange gewartet: Den restaurierten Palazzo Citterio, in dem die Kunstsammlungen mit Werken des 20. Jahrhunderts der staatlichen Pinakothek Brera sowie eine Reihe von Serviceeinrichtungen Platz finden sollen, konnte man jetzt besichtigen. 1972 hatte der Staat den damals heruntergekommenen Stadtpalast in der Via Brera 12 aus dem 18. Jahrhundert erworben. Gut 45 Jahre lang wurde mit drei verschiedenen Projekten an ihm gewerkelt, immer wieder mussten die Arbeiten aus unterschiedlichen Gründen unterbrochen werden, wobei auch fehlende Finanzierungen eine Rolle spielten. Nun sind sie endlich abgeschlossen.

BRERA MODERN



La vita cosmopolita di Ekkehart Krippendorff fra la Germania, gli Stati Uniti e l’Italia. Un ricordo di Peter Kammerer Urbino/Berlino – Il 27 febbraio è morto a Berlino Ekkehart Krippendorff. La sua vita è veramente “una vita tedesca”, trasformata in una vita cosmopolita, internazionalista. Nato nel marzo 1934 a Eisenach, ai piedi della Wartburg dove Lutero fuggiasco tradusse la Bibbia, da bambino subisce la retorica militarista e nazista, per diventare poi, due decenni dopo, un pioniere degli studi sulla pace (la Friedensforschung), una disciplina diventata in Germania, soprattutto per merito suo, anche insegnamento accademico. Ancora negli ultimi mesi di vita il suo interesse si concentrava sull’infanzia sotto il nazismo e sulla domanda: come fa un bambino o un giovane ad uscire dal condizionamento di una propaganda travolgente?

L’ARTE DI NON ESSERE GOVERNATI