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Die XXI. Triennale „Design After Design“ in Mailand von April bis September Mailand – Nach 20 Jahren wird es wieder eine „richtige“ Triennale geben. Die letzte internationale Gesamtausstellung, die XIX. Triennale, hatte 1996 stattgefunden. Im Jahr 2000 wurde der Modus gewechselt. Die Gesamtausstellung im Drei-Jahres-Rhythmus ersetzte man mit übers Jahr verteilten Einzelausstellungen und Initiativen zu unterschiedlichen Themen aus den Bereichen Architektur, Design, Handwerk, Kommunikation und auch bildender Kunst. Nun kommt die Triennale als Gesamtveranstaltung zurück. Die XXI. Esposizione Internazionale Milano wird in diesem Jahr vom 2. April bis zum 12. September unter dem Titel „21st Century. Design After Design“ veranstaltet. Erwartet werden 300.000 Besucher.

Zurück zur Zukunft


Dacia Maraini und die Kölner Ereignisse Mailand – Im Corriere della Sera vom 10. Januar hat Dacia Maraini, die große alte Dame der italienischen Literatur, einen nachdenklichen Beitrag zu den Ereignissen der Sylvesternacht in Köln und anderen deutschen Städten veröffentlicht. Ihre wichtigsten Überlegungen sind:

Die bedrohte Freiheit



Meisterwerke aus dem Kunstmuseum von Verona geraubt Verona. Ein dreister Bilderraub hat in Italien wieder einmal eine Diskussion über den Zustand und den Schutz der Kulturgüter des Landes ausgelöst. Am Donnerstag Abend (19.11.) waren Diebe kurz vor Schließung in das Museo di Castelvecchio von Verona eingedrungen und hatten die Kassiererin, den einzigen Wachmann und die letzten zwei Besucher überwältigt und handlungsunfähig gemacht. In aller Ruhe haben sie dann 17 Gemälde ihrer Wahl – darunter Arbeiten von Bellini, Pisanello, Mantegna, Tintoretto und Rubens aber auch eher unbedeutende Werke – von den Wänden des kommunalen Museums genommen.

17 AUF EINEN STREICH


Die Scala buhlt um Riccardo Muti Mailand. Kommt er? Vielleicht kommt er. Oder kommt er nicht? Die Scala buhlt um Riccardo Muti. Und die lokalen Medien überschlagen sich mit Vermutungen. Vor zehn Jahren hatte der Maestro Italiens bedeutendstes Opernhaus Türe schlagend nach wochenlangem Streit mit dem Orchester (und mit dem Verwaltungsrat um die Besetzung der Intendanz) „tief verletzt“ verlassen. Der begnadete Dirigent (mit einem eher konservativen Kunstgeschmack) hatte bis dahin 19 Jahre lang von 1986 an den Opern- und Konzertbetrieb der Scala als musikalischer Leiter geprägt. Der Franzose Stéphane Lissner, der nach den Chaosmonaten im Frühjahr 2005 als Intendant an die Mailänder Oper berufen wurde, verzichtete zunächst auf die Wahl eines Nachfolgers für Muti. Später setzte er dann auf Daniel Barenboim als ersten Dirigenten („maestro scaligero“), den er schließlich auch als musikalischen Leiter gewinnen konnte. Versuche, Riccardo Muti wieder zu Gastauftritten in Mailand zu bewegen, scheiterten.

SILENZIO PER FAVORE!



Turin.Der neapolitanische Schriftsteller Erri De Luca wurde am Montag Mittag in Turin von der Anklage des Aufrufs zu einer strafbaren Handlung freigesprochen. In einem Interview mit der italienischen Ausgabe der „Huffington Post“ über den Bau der umstrittenen Hochgeschwindigkeitsstrecke (TAV) durch Alpentäler zwischen Turin und Lyon hatte De Luca im Jahr 2013 erklärt, die TAV gehöre, auch unter Einsatz von Drahtscheren, „sabotiert“. Die Baugesellschaft erstattete daraufhin Strafanzeige. Anfang dieses Jahres wurde dann der Prozess eröffnet. Die Turiner Staatsanwaltschaft sah einen direkten Zusammenhang zwischen dem Aufruf des Schriftstellers zur Sabotage und teilweise gewaltsamen Demonstrationen einiger anarchistischer Protestgruppen gegen den Bau der Eisenbahnstrecke. Dabei war es auch zu Angriffen auf Bauarbeiter sowie zu schwerer Sachbeschädigung gekommen. Die Anklage forderte eine Verurteilung zu einer Gefängnisstrafe von acht Monaten. Das Gericht entschied dagegen, es liege keine strafbare Handlung vor. Ein Begründung des Urteils steht noch aus.

Freispruch für Erri De Luca