Archiv für den Tag: Dezember 28, 2014


Die Internationale Balzanstiftung unterstützt über ihre Preisträger Forschungsprojekte in aller Welt Am Geld kann es eigentlich nicht liegen. Der Premio Balzan, mit dem jedes Jahr vier Wissenschaftler in wechselnden Fachgebieten ausgezeichnet werden, ist mit jeweils 750 000 Schweizer Franken (ungefähr 620 000 Euro / Stand Dez. 2014) ausgestattet. Das ist einer der höchst dotierten internationale Kultur- und Wissenschaftspreis überhaupt. Und doch spielt der in der akademischen Welt hoch geschätzte Preis der Internationalen Balzanstiftung (Mailand/Zürich) in der öffentlichen Wahrnehmung nicht die Rolle, die ihm gebührt. Dabei führt die Wahl der Themen und der Preisträger bis in den Alltag. In Rom wurde vom italienischen Staatspräsident Giorgio Napolitano etwa ein Biologe wie der Amerikaner David Tilman mit dem Premio Balzan 2014 für seine Beiträge zur Ökologie der Pflanzen ausgezeichnet, in denen es um die Auswirkungen der Biodiversität auf die Welternährung geht. Anders als der Nobelpreis prämiert die Balzanstiftung sowohl Geistes- als auch Naturwissenschaftler. Diesmal den kanadischen Philosophen Ian Hacking und den amerikanischen Mathematiker Dennis Sullivan. Der Preisträger für Archäologie, der Italiener Mario Torelli, zeigte sich in seiner Dankesrede durchaus polemisch gegenüber der Kommerzialisierung von Kultur und einer Kulturpolitik, die sich in purem Management erschöpft. Und der Preis wechselt jedes Jahr die Fachgebiete, für die die […]

DER BALZANPREIS MACHT VON SICH REDEN