Frauen


Dacia Maraini und die Kölner Ereignisse Mailand – Im Corriere della Sera vom 10. Januar hat Dacia Maraini, die große alte Dame der italienischen Literatur, einen nachdenklichen Beitrag zu den Ereignissen der Sylvesternacht in Köln und anderen deutschen Städten veröffentlicht. Ihre wichtigsten Überlegungen sind:

Die bedrohte Freiheit


Große Ausstellung: Die Darstellung der Mutterschaft im 20. Jahrhundert (bis 15. November 2015) Mailand. Die Expo 2015, die Weltausstellung, die zurzeit in Mailand Millionen von Besuchern anzieht, steht unter dem Thema „Den Planeten ernähren – Energie fürs Leben.“ Dieses Motto strahlt auch auf viele Veranstaltungen aus, die das kulturelle Leben in der lombardischen Metropole in diesem Jahr prägen. Zu den Höhepunkten gehört sicher die Ausstellung „La Grande Madre – Die Große Mutter“. Gezeigt werden an die 600 Exponate von rund 140 Künstlerinnen und Künstlern, die sich von den frühen Avantgarden des 20. Jahrhundert über Dadaismus und Surrealismus und den Nachkriegsjahrzehnten bis heute mit dem Thema der Mutterschaft und der Rolle der Frau als Ernährerin in Familie und Gesellschaft auseinander gesetzt haben. Die Ausstellung, die von der Trussardi-Kulturstiftung in Zusammenarbeit mit der Stadt Mailand konzipiert und produziert wurde, ist bis zum 15. November im Palazzo Reale zu sehen.

LA GRANDE MADRE



„Femminicidio“ – Italien diskutiert mit einem neuen Wort über Mordtaten von Männern an Frauen Mailand (Januar 2014) – Italien ist um ein Wort reicher geworden. Das aber klingt sogar in der an Wohllauten so reichen Sprache Dantes nicht gut: „femminicidio“ – „Mord an Frauen“. Der Begriff, der sich jetzt endgültig durchgesetzt hat, meint im Gegensatz zum allgemeinen Mord („omicidio“) Gewalttaten, die von Männern an Frauen verübt werden. Von Männern, die in fast zwei Drittel aller Fälle in einer Beziehung zu den Opfern standen. Während die Mordfälle in Italien insgesamt rückläufig sind, steigen die von Männern an Frauen erschreckend an. Zwischen 2000 und 2012 wurden 2200 Frauen ermordet. Im vergangenen Jahr waren es wieder 131 – eine Frau alle zweieinhalb Tage.

„ICH LIEBE DICH, ALSO GEHÖRST DU MIR“