Frauen


Annette Seemann erzählt das rastlose Leben der Mäzenin und Sammlerin Peggy Guggenheim, die vor 120 Jahren geboren wurde. Mailand – Sie war vermögend, unternehmenslustig und fürchte nichts auf der Welt wie die Langweile. Peggy (Marguerite) Guggenheim, Erbin einer der reichsten Familien der Vereinigten Staaten, floh die bigotte Enge der amerikanischen Oberschicht und stürzte sich in New York wie Paris, in England wie in Italien in ein abenteuerliches Leben. Ein Leben an der Seite von Intellektuellen und Künstlern, die sie finanziell unterstützte und von Samuel Beckett bis Max Ernst nicht selten mit ihrer Liebe verfolgte. 1898, vor 120 Jahren also, wurde sie in New York geboren. Im Alter von 81 Jahren starb sie 1979 unweit von Venedig, wo sie zusammen mit ihrer großartigen Kunstsammlung ein Zuhause gefunden hatte. Eine kleine Biographie von Annette Seemann lässt uns ihre Spuren verfolgen.

MIT VIEL SCHWUNG


Ein neues Casanova-Museum in Venedig setzt ganz auf virtuelle Realität. Der Besucher soll sich selbst als Abenteurer und Freigeist im 18. Jahrhundert erfahren. Und als Libertin. Venedig – Wer und was war Casanova – Schürzenjäger oder Freigeist? Ein frecher Hochstapler oder ein belesener Intellektueller, ein abgekochter Spion oder doch ein sprachgewandter Diplomat? In vielen Rollen taucht dieser Giacomo Girolamo Casanova auf, der 1725 in Venedig als Sohn einer Schauspielerin und eines Schauspielers geboren wurde. Und 1798 im Alter von 73 Jahren auf Schloss Dux in Böhmen starb. In Venedig eröffnete jetzt ein Casanova-Museum, das sich vorgenommen hat, seiner ganzen Persönlichkeit gerecht zu werden.

CASANOVA AUCH ICH



A margine del Giorno della memoria: I governi democratici hanno compiuto durante e dopo la guerra e commettono tutt’oggi atti che violano i diritti umani, compiendo fra l’altro omissioni di soccorso in grande scala. Un intervento di Antonella Romeo Torino – Come ogni anno si sono concluse le commemorazioni per il Giorno della Memoria, il 27 gennaio, anniversario della “liberazione” del campo di Auschwitz. In realtà quando le truppe dell’Armata Rossa arrivarono ad Auschwitz nel campo di sterminio non c’era più l’ombra di un nazista. Le SS del campo avevano costretto i sopravvissuti a una marcia della morte e fino all’ultimo li tormentarono, privandoli dell’ultima speranza di vita. Nel campo erano rimasti solo i più deboli e i malati. «Per molti sopravvissuti la Liberazione significò semplicemente poter morire da liberi», scrisse Elie Wiesel nella sua autobiografia Tutti i fiumi scorrono verso il mare.

ALLORA COME OGGI


Elli Carrano: Quando il Made in Italy diventa cultura. Il libro “Moda Made in Italy” sul linguaggio della moda e del costume italiano. Un contributo all’inserimento della moda nell’ambito scientifico Firenze/Milano – “La moda è la spuma dell’onda”, così risponde la scrittrice Dacia Maraini alla domanda riguardo al significato della moda nel mondo accademico, in seno all’intervista che troviamo in postfazione al libro Moda Made in Italy. Il linguaggio della moda e del costume italiano a cura di Dagmar Reichardt e Carmela D’Angelo. Il volume, pubblicato da Franco Cesati Editore, raccoglie una selezione paritaria delle relazioni presentate nella sessione Il linguaggio della moda e del costume italiano del XXI Congresso A.I.P.I. (Associazione Internazionale dei Professori di Italiano, 27-30 agosto 2014) „Est-Ovest / Nord-Sud. Frontiere, passaggi, incontri culturali“. E si propone di offrire un contributo all’inserimento della moda nell’ambito scientifico, in cui riconosce un “vuoto” in tal senso.

FRIVOLA E LUDICA



Der Mailänder Palazzo Reale zeigt Blätter einer gemalten Lebenserzählung von Charlotte Salomon, die 1943 in Auschwitz ermordet wurde. Ein Gesamtkunstwerk, das erst langsam ins Bewusstsein der Öffentlichkeit dringt. Mailand (Palazzo Reale bis 25. Juni) – Vor genau 100 Jahren wurde am 16. April 1917 Charlotte Salomon in Berlin geboren. Als Jüdin suchte die junge Künstlerin während des Krieges Unterschlupf bei den Großeltern in Südfrankreich. In einem kleinen Ort bei Nizza entstanden aus einer seelischen Krise heraus während nur 18 Monaten zwischen 1940 und 1942 hunderte Gouachen im A4-Format, mit denen sie ihre Geschichte und die ihrer Familie erzählt. „Leben? Oder Theater?“ lautet der Titel. Charlotte Salomon wurde im September 1943 in Nizza verhaftet und nach Auschwitz deportiert, wo man sie vermutlich gleich nach ihrer Ankunft ermordet hat. Kurz vor ihrer Verhaftung hatte sie noch geheiratet und war bei ihrem Tod im fünften Monat schwanger. Wie durch ein Wunder überstand der Koffer mit den Bildern die Kriegswirren. „Leben? Oder Theater?“ wird heute im Joods Historisch Museum von Amsterdam aufbewahrt. Eine breite Auswahl von 270 Arbeiten ist jetzt zusammen mit Fotografien in Mailand im Palazzo Reale zu sehen.

DAS MÄDCHEN UND DER TOD