Ausstellungen


Fotografien aus der Sammlung der Fondazione MAST in Bologna über Kraft, Geschwindigkeit und Arbeitsbeziehungen in der Moderne Bologna (MAST bis 13.1. 2018) – Die Welt ist in Bewegung, Geschwindigkeit ist das Zeichen von Fortschritt – wer zu spät kommt, den bestraft die Geschichte (oder der Arbeitgeber). Diese Dynamik versinnbildlicht seit der industriellen Revolution die Maschine. Aber auch die Arbeit ist schneller geworden. Bewegung ist bereits auf dem Weg zu ihr die Regel. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Auto – nur die happy few können zu Fuß gehen. Und natürlich sind Waren unterwegs, oft über Kontinente hinweg. Über diese Zusammenhänge bietet die Fotoausstellung „Pendulum – Waren und Personen in Bewegung“ in der MAST.Gallery von Bologna kritisches Material vom 19. Jahrhundert bis heute.

IN BEWEGUNG


Venedig feiert den manieristischen Maler Tintoretto, der vor 500 Jahren geboren wurde.   Venedig (Palazzo Ducale/Galleria dell’Accademia bis 6.1. 2019) Tintoretto nannte sich der venezianische Maler Jacopo Robusti. Der Vater, der aus dem toskanischen Lucca stammte, war ein Färber, ein „Tintore“, der Stoffe bearbeitete. Und Tintoretto bedeutet der „kleine Färber“ oder das „Färberlein“. Das klingt bescheiden, doch Bescheidenheit gehörte nicht zu den Charakterzügen des auch als Unternehmer erfolgreichen Jacopo Robusti, der den Namen Tintoretto zu einem Markenzeichen auf dem Kunstmarkt der Lagunenstadt machte. Die feiert jetzt seinen 500. Geburtstag mit zwei Ausstellungen.

GEMÄLDE WIE EIN KINOFILM



Mit dem Projekt Imago Mundi hat die Fondazione Benetton ein weltumspannendes Archiv der Gegenwartskunst aufgebaut. Dafür wurde jetzt in Treviso ein eigenes Museum eingerichtet ( – und in Triest ist eine weitere Ausstellung zu sehen). Treviso/Triest (bis 20.6. bzw. 2.9.) – Kunst überschreitet mentale wie geographische Grenzen. Zugleich stehen die einzelnen Werke im inneren Zusammenhang mit den Gesellschaften, in denen sie geschaffen werden. Diesen doppelten Aspekt spiegelt eine der erstaunlichsten Kunstsammlungen wieder, mit der unter dem Titel Imago Mundi bei der Fondazione Benetton seit etwa acht Jahren ein stetig wachsendes Archiv internationaler Gegenwartskunst entstanden ist. Grundlage sind originale Werke der bildenden Kunst in einem kleinen Format mit den Maßen 10 mal 12 Zentimeter, kaum größer als eine Handfläche.

KUNST ALS GLOBALE HEIMAT


Die Mehrkanal-Videoinstallation “F.A.M.I.L.Y (Falling Apart Meanwhile | I love you)”, die jüngste Arbeit (2024) der US-Amerikanerin Miranda July, ist in Zusammenarbeit mit sieben anderen Darstellern auf Instagram entstanden. Sie ist jetzt mit weiteren Werken der 50-jährigen Multimediakünstlerin auf einer Ihr gewidmeten der Ausstellung im Mailänder Prada-Osservatorio zu sehen. Die überhaupt erste für Miranda July kuratierte Einzelausstellung spiegelt mit einer konzentrierten Auswahl von Videoarbeiten eine 30-jährige Schaffensperiode wider, die von Themen zwischenmenschlicher, vornehmlich intimer Beziehungen aus feministischer Sicht geprägt ist. Miranda July: New Society. Osservatorio Fondazione Prada, Mailand (Galleria Vittorio Emanuele II) bis 14. Oktober. Mo, Mi-Fr 14 – 20, Sa und So 11 – 20 Uhr, Di geschl. Eintritt 10 Euro. Info hier   Bologna: Vertigo – Video Scenario of Rapid Changes. Fondazione MAST. Bis 30.6. Bozen: Renaissance_2024. Museion. Bis 1.9. Ferrara: Escher. Palazzo Diamanti. Bis 21.7. Florenz: André Butzer: Liebe, Glaube, Hoffnung. Museo Novecento. Bis 9.6. Florenz: Angeli caduti. Anselm Kiefer. Palazzo Strozzi. Bis 21.7. Florenz: Ritorni. Da Modigliani a Morandi. Museo Novecento. Bis 15.9. Forlì: Preraffaelliti. Rinascimento moderno. Museo San Domenico. Bis 30.6. Genua: Nostalgia. Modernità di un sentimento dal Rinascimento al Contemporaneo. Pal. Ducale. Bis 1.9. Mailand: Adrian Piper. Race Traitor. PAC. Bis 9.6. Mailand: Picasso. La Metamorfosi […]

Ausstellungen (eine kleine Auswahl)



Der Palazzo Ducale Genua zeigt Arbeiten mexikanischen Maler, die in den 1920er Jahren die Bewegung des Muralismo begründeten.  Genua (Palazzo Ducale bis 9.9.2018) – Im Eingangsraum der Ausstellung ist eine dynamische Pferde-Reiter-Darstellung von David Alfaro Siqueiros mit dem Titel „Zapata“ zu sehen. Der Titel verweist auf die Figur des mexikanischen Revolutionärs Emiliano Zapata, der 1919 ermordet wurde. Es ist eine Studie für eine Wandmalerei im Schloss Chapultepec, der ehemaligen Königsresidenz in Mexiko Stadt. Die Ausstellung México – La pittura dei grandi muralisti zeigt rund 70 Arbeiten von Diego Rivera, José Clemente Orozco und David Alfaro Siqueiros. Dazu kommen Fotos aus der bewegten Lebens- und Liebesbeziehung von Frida Kahlo und Diego Rivera.

DIE GROSSEN DREI