Palermo


In Palermo ist das verschollene Gemälde einer Geburt Christi durch ein High-tech-Faksimile zurückgekehrt Palermo – Es ist Dezember und die Stadt hat mit der „Natività“ ihr vielleicht berühmtestes Weihnachtsbild wieder. Eine „Geburt Christi mit den Heiligen Franziskus und Lorenz“ von Michelangelo Merisi (1571-1610), den alle Welt nur Caravaggio nennt. Das rund zwei Meter breite und fast drei Meter hohe Gemälde wurde vor über 40 Jahren aus dem Oratorium von San Lorenzo geraubt und ist seitdem verschollen. Vermutlich war die Mafia im Spiel, und aller Wahrscheinlichkeit nach wurde es zerstört. Seit wenigen Tagen aber hängt über dem Altar eine rund 100 000 Euro teure Wiedergeburt, die vorgibt, dem Original aufs Haar zu gleichen. Der britische Künstler und Fototechniker Adam Lowe und sein in Madrid beheimatetes Laborunternehmen Factum Arte, das auf High-tech-Faksimiles in der Kunst spezialisiert ist, haben die „Natività“ nach Monate langer Arbeit wieder auferstehen lassen. Weihnachten und Ostern fallen in diesem Jahr in Palermo zusammen.

CARAVAGGIOS WEIHNACHTLICHE AUFERSTEHUNG


Drei Erzählungen, die am Stadtrand von Palermo rund um die Ausfallstraße Viale Michelangelo angesiedelt sind. Es geht um Leute aus einfachsten Verhältnissen und ihr armseliges Leben – Verlierertypen eben. Doch Nino Vetri, 51jähriger Musiker und Buchhändler aus Palermo, erzählt von ihnen mit Sympathie, Witz und viel Sprachgefühl.

Nino Vetri ueber Palermo