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    DAS GRAS DER JUGEND

    Carl Wilhelm Macke:
    Zum 100. Geburtstag des italienischen Schriftstellers und Bücherfreundes Alberto Vigevani

    Einladung zu einer Tagung über Alberto Vigevani an der Universität Mailand 2009

    Einladung zu einer Tagung über Alberto Vigevani an der Uni Mailand 2009

    Ferrara/Mailand - Verstreut über die Jahrzehnte zwischen der Endzeit des italienischen Faschismus und den späten neunziger Jahren des XX. Jahrhunderts wurden von Alberto Vigevani, der am 1. August 1918 in Mailand geboren wurde und dort 1999 starb, insgesamt 16 dreißig Prosabände veröffentlicht. In deutscher Sprache liegen bislang nur wenige Erzählungen von Alberto Vigevani vor. Im Jahre 2007 erschien in der Friedenauer Presse der „Sommer am See“. Zusammengefasst in einem Band kamen dann zwei Jahre später die beiden Erzählungen „Ende der Sonntage“ und „Brief an Herrn Alzheryan“ und zuletzt der Roman „ La Belle – ein Trugbild“ heraus. In der professionellen Literaturkritik fanden diese Texte – in der Übersetzung von Marianne Schneider – ein einhellig positives, ja enthusiastische Echo. Dass Vigevani dadurch einem größeren Lesepublikum bekannter geworden ist, darf man allerdings bezweifeln.

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    EIN KLEINER WINKEL AM RANDE

    Ferrara zwischen Mussolinis Rassengesetzen, der deutschen Besatzungszeit und dem Kampf um Erhaltung der Kulturgüter nach dem Krieg. Carl Wilhelm Macke erinnert an den Avvocato Paolo Ravenna

    copyright CW Macke

    Paolo Ravenna 1926 -2012

    FerraraSlargo Avvocato Paolo Ravenna steht auf dem Straßenschild. Im Deutschen könnte man Slargo vielleicht mit „Ausbuchtung“ oder „Verbreiterung“ übersetzen. Ungefähr auf der halben Wegstrecke von Ferraras wunderbaren Renaissancestrasse Via Ercole Primo, unmittelbar nach dem Ausstellungszentrum im Palazzo Diamanti und in der Nähe jener versteckt liegenden Grundstücke, wo sich vielleicht der Garten der Finzi Contini befunden haben könnte, stößt man auf einen solch kleinen, unscheinbaren Slargo. Wahrlich keine spektakuläre Piazza - und in Tourismusführern wird man vergeblich nach ihm suchen. Wer aber war dieser Avvocato Paolo Ravenna – in Ferrara 1926 geboren und 2012 ebenda gestorben – an den hier mit der ihm angemessenen Nüchternheit seit Anfang des Jahres 2018 erinnert wird?

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    L’ARTE DI NON ESSERE GOVERNATI

    La vita cosmopolita di Ekkehart Krippendorff fra la Germania, gli Stati Uniti e l’Italia. Un ricordo di Peter Kammerer

    copyright Bernd Wannenmacher

    Ekkehart Krippendorff, Eisenach 1934 - Berlin 2018

    Urbino/Berlino - Il 27 febbraio è morto a Berlino Ekkehart Krippendorff. La sua vita è veramente “una vita tedesca”, trasformata in una vita cosmopolita, internazionalista. Nato nel marzo 1934 a Eisenach, ai piedi della Wartburg dove Lutero fuggiasco tradusse la Bibbia, da bambino subisce la retorica militarista e nazista, per diventare poi, due decenni dopo, un pioniere degli studi sulla pace (la Friedensforschung), una disciplina diventata in Germania, soprattutto per merito suo, anche insegnamento accademico. Ancora negli ultimi mesi di vita il suo interesse si concentrava sull’infanzia sotto il nazismo e sulla domanda: come fa un bambino o un giovane ad uscire dal condizionamento di una propaganda travolgente?

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    „MICH INTERESSIERT DER RAND MEHR ALS DAS ZENTRUM“

    Carl Wilhelm Macke im Gespräch mit Esther Kinsky, die ihrem Buch „Hain. Ein Geländeroman“ drei eher unbekannte Landstriche Italiens zum Sprechen bringt

    copyright Carl Wilhelm Macke

    Melancholie der Po-Ebene - Wallanlagen von Ferrara

    Ferrara/München - Mit dem Buch „Hain. Ein Geländeroman“ von Esther Kinsky werden viele Buchhändler ganz besondere Probleme haben. Stellt man das Buch nun in die Abteilung mit Reiseführern durch Landschaften Italiens? In den Überschriften der drei Kapitel werden die Etappen des Aufenthalts der heute 61jährigen Autorin in Italien genau angegeben: Olevano nordöstlich von Rom, Chiavenna an der lombardisch-tessiner Grenze und schließlich Comaccio im Po-Delta östlich von Ferrara. Doch der Esther Kinsky, die aus dem Rheinland stammt und heute in Berlin lebt, geht es um keine touristischen Reiseerlebnisse. Stattdessen blickt sie mit großer Geduld und literarischer Sensibilität auf vergessene Gelände, von der Natur und den Menschen zerstörte Landstriche.

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    ALLORA COME OGGI

    A margine del Giorno della memoria: I governi democratici hanno compiuto durante e dopo la guerra e commettono tutt’oggi atti che violano i diritti umani, compiendo fra l’altro omissioni di soccorso in grande scala. Un intervento di Antonella Romeo

    copyright L'Espresso

    I sopravvissuti, i profughi vengono respinti, e non si riesce a ricollocarli allora come oggi -  Lager in Libia

    Torino - Come ogni anno si sono concluse le commemorazioni per il Giorno della Memoria, il 27 gennaio, anniversario della “liberazione” del campo di Auschwitz. In realtà quando le truppe dell’Armata Rossa arrivarono ad Auschwitz nel campo di sterminio non c’era più l’ombra di un nazista. Le SS del campo avevano costretto i sopravvissuti a una marcia della morte e fino all’ultimo li tormentarono, privandoli dell’ultima speranza di vita. Nel campo erano rimasti solo i più deboli e i malati. «Per molti sopravvissuti la Liberazione significò semplicemente poter morire da liberi», scrisse Elie Wiesel nella sua autobiografia Tutti i fiumi scorrono verso il mare.

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