Ausstellungen


ROSSINIS WIEDERGEBURT

Zum 150. Todestag spiegelt das Scala-Museum die Aufführungsgeschichte der Opern des Komponisten aus Pesaro an der Mailänder Bühne wider.

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Zu Füßen von Rossini - Kostüme im Museo Teatrale alla Scala

Milano (Museo Teatro alla Scala bis 30.9.18) – Vor 150 Jahren starb Gioachino Rossini. Bei den vielen Feierlichkeiten in diesem Jahr darf die Scala natürlich nicht fehlen. Mit rund 100 Exponaten (Gemälde, Kostüme, Schmuckgegenstände, Videos, Fotos, Plakate, Drucke und unterschiedliche Dokumente) erinnert das Museum der Scala an die Aufführungsgeschichte(n) von Rossini-Opern an dem Mailänder Theater. Und an Gesangsstars von Isabella Colbran über Maria Calles bis Juan Diego Flórez. Der Bühnenbildner Pier Luigi Pizzi hat die Ausstellung mit Betonung der Kostüme und der Szenographien eingerichtet. Dabei hat er die Räume der festen Sammlung, die bereits Abbildungen und Erinnerungsstücke zum Leben des großen Komponisten (Pesaro 1792 – Paris 1868) enthalten, mit einbezogen.

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WO SICH HIMMEL UND ERDE BERÜHREN

Die Landschaft als Protagonist : In Rovigo erzählt die Ausstellung „Cinema!“, wie das Po-Delta italienische Kinogeschichte geschrieben hat.  

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Einsamkeit und Melancholie - Monica Vitti in "Deserto rosso" (1964) von Michelangelo Antonioni

Rovigo (Palazzo Roverella bis 1.7.2018) – Was haben Viscontis Film „Ossessione“ (1943), Antonionis „Il grido“ (1957) und Montaldos „L’Agnese va a morire“ (1976) gemeinsam? Diese Kinofilme wurden im Polesine, im Schwemmland des Po-Deltas gedreht. Wie viele, viele andere Produktionen auch. Die Ausstellung „Cinema!“, die im Palazzo Roverella  zu sehen ist, geht von rund 500 (!) Spiel- und Dokumentarfilmen sowie TV-Serien aus, die hier entstanden sind. Mit dem Untertitel „Geschichten, Protagonisten, Landschaften“ werden Videoausschnitte, Fotos von Dreharbeiten, Szenenfotos, Plakate, Drehbücher, Kartenmaterial sowie andere Dokumente von den 1940er Jahren bis heute gezeigt. Der Kurator Alberto Barbera und seine Mitarbeiter haben einen faszinierender Parcours durch die italienische Filmgeschichte gesteckt, der zugleich die Geschichte einer Landschaft erzählt.

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EINE ENTDECKUNG

Teodoro Wolf Ferrari und „Die Modernität der Landschaft“ in einer Ausstellung in Conegliano bei Treviso

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Frei nach Böcklin - Teodoro Wolf Ferrari "Isola misteriosa" (1917)

Conegliano (Palazzo Sarcinelli bis 24.6.2018) – Im Hinterland von Venedig gibt es einen Künstler (wieder) zu entdecken, der gleichzeitig lokal verwurzelt war wie auch europäisches Format hatte. Das Werk des Landschaftsmalers Teodoro Wolf Ferrari (1878 – 1945) ist jetzt im Palazzo Sarcinelli zu sehen. Rund 70 Arbeiten (Gemälde, Aquarelle, Dekorationstafeln, Glasarbeiten u.a.), dazu einige Bilder von Zeitgenossen, legen Rechenschaft ab, wie Wolf Ferrari zwischen München und Venedig sich ein bemerkenswertes Oeuvre schuf. Das geriet jedoch nach erfolgreichen Jahren – zwischen 1920 und 1938 war der Künstler auf jeder Biennale vertreten – nach seinem Tod in Vergessenheit. Wer den Namen Wolf Ferrari hört, denkt zunächst an des Malers älteren Bruder, den Komponisten Ermanno Wolf Ferrari (1876-1948).

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WIE RAFFAELLO ZU RAFFAELLO WURDE

Die Ausstellung über „Raffaello und das Echo des Mythos“ in Bergamo beschäftigt sich mit den Jugendjahren des Künstlers – und seine Wirkung auf die Kunst des 19. Jahrhunderts und die der Gegenwart

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Werk eines 20jährigen - die Madonna Diotallevi (Ausschnitt) von Raffaello

Bergamo (Accademia Carrara/GAMec bis 6.Mai 2018) – Das ist eine Ausstellung, die nicht den Superstar der Hochrenaissance feiert. Sondern fragt, wie Raffaello zu Raffaello wurde. Ausgehend von einem Jugendwerk des Künstlers (San Sebastiano, 1502), das schönste Bild im Besitz der Accademia Carrara, nimmt die Schau Raffaello e l’eco del mito („Rafaello und das Echo des Mythos“) die Jahre seiner Formation unter die Lupe. Dafür sind 14 Originale aus seiner Hand nach Bergamo gekommen. Und in einem zweiten Schritt dokumentiert sie, wie Raffael bis in die Kunst des 18. Jahrhunderts und der Gegenwart gewirkt hat. Insgesamt werden 60 Exponate gezeigt.

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ALL YOU NEED IS LOVE

Von London nach Mailand: Die Ausstellung „Revolution - Musica e ribelli“ spiegelt Jahre des Umbruchs 1966 und 1970 auf vorwiegend bunte Weise

Blumige Erzählung - Plakat zur Ausstellung in der Fabbrica del Vapore 

Mailand (Fabbrica del Vapore bis 4.April 2018) – Das ist eine Ausstellung mit Musik. Die Beatles, die Stones, die Who liefern den Soundtrack für die rebellische Zeit am Ende der 1960er Jahre. Wo sonst aus den Kopfhörern der Audioguides Erläuterungen zu hören sind, strömen hier Rhythmen. Revolution. Musica e ribelli 1966-1970 ist eine Schau „von den Beatles bis Woodstock“, so der Untertitel. Sie ist vom Victoria and Albert Museum London nach Mailand gewandert. In sieben Sektionen – vom Swinging London bis zu den neuen Musikfestivals der Rock-, Pop- und Jazzgruppen – versucht sie, die Jahre in den Griff zu bekommen, in denen die Gesellschaften der westlichen Welt die Nachkriegsgeschichte abschütteln wollten.

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GIOTTOBLAU UND LABYRINTHISCHE GÄNGE

In Mailand decken Raum- und Lichtinstallationen von Lucio Fontana eine weitgehend vergessene Seite des Künstlers auf, der mit seinen aufgeschnittenen Leinwänden in die Kunstgeschichte eingegangen ist.

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Lucio Fontana, Neonstruktur für die IX. Triennale in der Ausstellung "Ambienti/Environments" im Hangar Bicocca (Mailand)

Mailand (Hangar Bicocca bis 25. Februar) Das Mailänder Piccolo Teatro, das gerade sein 70jähriges Bestehen feiert, begann 1947 in einem umgebauten Kinosaal in der Innenstadt der lombardischen Metropole mit den Aufführungen. Viele Besucher, die dieses historische Theater – heute eine von drei Spielstätten des Piccolo – besuchen, wissen nicht, dass sie unter der Decke eines der bedeutendsten italienischen Nachkriegskünstlers sitzen. Wer den Blick nach oben richtet, kann immerhin ahnen, dass Licht und Luft durch viele unregelmäßigen Löcher fallen, die kein anderer als Lucio Fontana in die Deckenverspannung gestanzt hatte.

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HALB GURU, HALB BAUER

100 Jahre Ettore Sottsass. Eine Ausstellung in der Triennale lässt auch das altes Buchprojekt „There is a Planet“ aufleben 

copyright Giuseppe Varchetta/Triennale

Sperrig, liebenswert, unberechenbar - Ettore Sottsass (1917-2007)

Mailand (Triennale bis 11.3.2018) - Ettore Sottsass war ein Multitalent. Architekt, Designer, Künstler, Schriftsteller. Vor einhundert Jahren wurde er am 14. September 1917 in Innsbruck als Sohn eines Italieners und einer Österreicherin geboren, vor zehn Jahren starb er am 31.12.2007 in Mailand. In der Mailänder Triennale wird er jetzt mit einer ganz intim wirkenden Ausstellung gefeiert, die seine Frau Barbara Radice eingerichtet hat. Designobjekte, Möbel, Skizzen, Fotografien zeichnen mit Zitaten aus seinen Schriften den Lebensweg dieses exzentrischen, von schöpferischer Kraft durchdrungenen Mannes nach.

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Außerdem (eine kleine Auswahl)

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Immer wieder variiert: "Selbstbildnis mit Äffchen" - hier der Ausschnitt einer Arbeit von 1943 auf der großen Ausstellung über Frida Kahlo in Mailand (Mudec) bis zum 3.Juni. Über 100 Exponate (Gemälde, Zeichnungen, Fotos) vor allem aus den Kahlo-Sammlungen Olmedo und Gelman sowie aus internationalen Museen. Katalog (Sole24ore Cultura) 39 Euro.

 

Brescia: Tiziano e la pittura del 500 tra Venezia e Brescia. Museo Santa Giulia. Bis 1.7

Conegliano: Teodoro Wolf Ferrari. La modernità del paesaggio. Pal. Sarcinelli. Bis 24.6.

Florenz: Nascita di una Nazione. Tra Guttuso,Fontana e Schifano. Pal. Strozzi. Bis 22.7.

Forlì: Tra Michelangelo e Caravaggio. Musei San Domenico. Bis 17.6.

Genua: México - La pittura dei grandi muralisti. Palazzo Ducale. Bis 9.9.

Mailand: Frida Kahlo. Mudec. Bis 3.6.

Mailand: Una tempesta dal Paradiso. Arte cont. del Medio Oriente e Nord Africa. GAM. Bis 17.6.

Mailand: Dürer e il Rinascimento (tra Germania e Italia). Pal. Reale. Bis 24.6.

Mailand: Sol LeWitt. Between the lines. Fondazione Carriero. Bis 23.6.

Mailand: Orhan Pamuk -Museum der Unschuld. Museo Bagatti Valsecchi. Bis 24.6.

Mailand: Post Zang Tumb Tuum - Art,Life,Politics. Italy 18-43. Fond. Prada. Bis 25.6.

Mailand: Eva Kot'àtková. The Dream Machine is Asleep. Hangar Bicocca. Bis 22.7.

Mailand: Giosetta Fioroni. Museo del 900. Bis 26.8.

Mailand: Impressionismo e Avanguardie (Philadelphia Art Museum). Pal. Reale. Bis 2.9.

Mailand: Matt Mullican. The Feeling of Things. Hangar Bicocca. Bis 16.9.

Mailand: Rossini al Teatro alla Scala. Museo Teatrale alla Scala. Bis 30.9.

Mantua: Il cosmorama di Hubert Sattler (1817-1904). Palazzo Ducale. Bis 16.9.

Padua: Joan Mirò. Materialità e Metamorfosi. Palazzo Zabarella. Bis 22.7.

Parma: Il Terzo Giorno. 40 Künstler nach 1945. Palazzo del Governo. Bis 1.7.

Palermo: Sicilie, pittura fiamminga. Palazzo Reale. Bis 28.5.

Palermo: Roberto Capa Retrospective. Real Albergo dei Poveri. Bis 9.9.

Rom: Canaletto 1697-1768. Palazzo Braschi. Bis 19.8.

Rovereto: Viaggio in Italia. Paesaggi dai Macchiaioli ai Simbolisti. Mart. Bis 26.8.

Rovigo: Cinema! Kinofilme über das Polesine. Palazzo Roverella. Bis 1.7.

TrentoSam Falls. Galleria Civica di Trento. Bis 26.6.

Venedig: John Ruskin. Le Pietra di Venezia. Palazzo Ducale. Bis 10.6.

Venedig: Bellini/Mantegna (Gesù al Tempio). Fond. Querini Stampalia. Bis 1.7.

Venedig: Biennale Architettura. Giardini/Arsenale. Bis 25.11.

Venedig: Albert Oehlen. Cows by the Water. Palazzo Grassi. Bis 16.12.

Venedig: Dancing with Myself - Sammlung Pinault. Punta della Dogana. Bis 16.12.

Verbania: Armonie verdi. Dalla Scapigliatura al "Novecento". Museo del Paesaggio. Bis 30.9.

 

Demnächst eröffnen:

Join the Dots – Unire le distanze (Imago Mundi). Salone degli Incanti, Triest, 29.5. bis 2.9.

Manifesta 12 Palermo. Verschiedene Orte in Palermo, 16.6. bis 4.11.