Gestern…


in der Scala: Kurtág, Dusapin, Strawinsky

Eröffnungskonzert des 27. Festivals Milano Musica und eine Kurtág-Ausstellung. Am 15. November kommt es zur Welturaufführung von György Kurtágs Oper „Fin de partie“ (nach Beckett)

© Milano Musica/ M. Busacca

Zwiegespräch zwischen Vater und Sohn - György Kurtág Jr. (links) am Synthesizer beim Eröffnungskonzert in der Scala. Am Pult Gergely Madaras.

Mailand (20.10. bis 26.11.) – „What is the Word“ (Wie soll man sagen) ist der Titel eines Gedichtes von Samuel Beckett aus dem Jahr 1989 – seine letzte Arbeit. Das Gedicht kann als Leitmotiv für das diesjährige Festival Milano Musica gelten, das den Untertitel „György Kurtág. Beckett hören“ trägt. Zur Eröffnung gab es einen Konzertabend in der Mailänder Scala. Auf dem Programm standen „Zwiegespräch“ (Dialog für Synthesizer und Orchester) von György Kurtág und György Kurtág Jr., „Watt“ (für Posaune und Orchester) von Pascal Dusapin und nach der Pause Igor Strawinskys „Petruschka“. Die Filarmonica della Scala dirigierte der Ungar Gergely Madaras. Parallel dazu wurde eine Ausstellung zu Leben und Werk Kurtágs im Foyer der Scala eröffnet.

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im Kino: Nome di donna

Regisseur Marco Tullio Giordana erzählt, wie sich eine junge Frau in der norditalienischen Provinz gegen sexuelle Belästigung wehrt.

copyright Videa

Überzeugend im Kampf um Selbstachtung und Recht - Cristiana Capotondi als Nina

Mailand (Cinema Arcobaleno) – Nina, eine junge alleinerziehende Mutter, verliert in Mailand ihren Job als Restauratorin. Sie findet Arbeit im ländlichen Raum bei dem Institut Baratta, einem von der Kirche abhängigen luxuriösen Pflegeheim für ältere Menschen. Eine Aufgabe, die ihr Spaß macht und ihr Unabhängigkeit auch in ihrer Beziehung zu ihrem Freund sichert, der in Mailand in einem Architekturbüro arbeitet. Doch ruft der Direktor des Instituts sie eines Abends nach Dienstschluss in sein Büro und bedrängt sie sexuell. Wie er es auch mit anderen Mitarbeiterinnen des Baratta gemacht hat.

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im Theater: Freud o l’interpretazione dei sogni

Das Mailänder Piccolo Teatro zeigt Stefano Massinis neuste Bühnenarbeit „Freud oder die Traumdeutung“ in der Regie von Federico Tiezzi

copyright Masiar Pasquali/Piccolo Teatro

Sherlock Holmes der Psyche: Freud umgeben von antiken Artefakten - Fabrizio Gifuni in der Hauptrolle

Mailand (Piccolo Teatro) - Seit dem Erfolg von „Lehman Trilogy“ gilt Stefano Massini als einer der interessantesten Theaterautoren Italiens. Massini, 1975 in Florenz geboren, hat gerade bei Mondadori den Roman „L’interpretatore dei sogni“ (Der Traumdeuter) veröffentlicht. Ein Tagebuch, in dem der Ich-Erzähler Sigmund Freud Therapiegespräche mit seinen Patienten notiert. Mit der bahnbrechenden Arbeit „Die Traumdeutung“ war Freud an der Wende zum 20. Jahrhundert die Grundlegung der analytischen Psychologie gelungen. Wie er aber die Theorie der Traumdeutung aus Therapiegesprächen entwickelt, das spürt Stefano Massini in seinem Buch literarisch fiktiv nach. Im Piccolo Teatro Mailand kam der Text jetzt für die Bühne bearbeitet unter dem Titel „Freud o l’interpretazione dei sogni“ (Freud oder die Traumdeutung) zur Aufführung. Regie führte der Dramaturg, Schauspieler und Kunsthistoriker Federico Tiezzi.

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in der Oper: Andrea Chénier

Die Scala eröffnet ihre Spielzeit mit Giordanos Liebesdrama vor dem Hintergrund der französischen Revolution

copyright Brescia/Amisano - Teatro alla Scala

Mit Beifall überschüttet: Maestro Riccardo Chailiy und seine Stars . Links Yusif Eyvazov, rechts Anna Netrebko und Luca Salsi

Mailand (Teatro alla Scala) – Im Lichterglanz zeigt sich Mailand im Dezember, glanzvoll gibt die Scala sich jedesmal zur Saisonpremiere die Ehre. Diesmal mit der Oper „Andrea Chénier“ , die Umberto Giordano im Alter von 29 Jahren für die Mailänder Bühne komponierte, wo sie im März 1896 zum ersten Mal aufgeführt wurde. Das Libretto schrieb Luigi Illica, ein enger Mitarbeiter auch von Puccini. Giordano gilt mit einer Reihe von Bühnenwerken und Vokalmusikstücken als ein bedeutender Vertreter des Verismus. Neben einer „Fedora“ hatte aber nur der „Andrea Chénier“ auch internationalen Erfolg. Gustav Mahler dirigierte die Oper bereits ein Jahr nach der Welturaufführung in deutscher Textfassung in Hamburg. In Mailand, wo das Stück seit 28 Jahren nicht aufgeführt worden war, brachten Riccardo Chailly (musikalische Leitung) und Mario Martone (Regie) es jetzt wieder heraus. Auf der Bühne stand mit Anna Netrebko (Maddalena), Yusif Eyvazov (Andrea Chénier) und Luca Salsi (Gérard) ein vom Publikum umjubeltes Starensemble.

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in der Oper: Ti vedo, ti sento, mi perdo

Eine neue Oper von Salvatore Sciarrino, die in die Welt des Barocks eintaucht, beschließt die Spielzeit der Scala

copyright Teatro alla Scala / Matthias Baus

Kommt er, kommt er nicht? - Die Sängerin (Laura Aikin) und der Literat (Otto Katzameier) warten auf Stradella

Mailand (Teatro alla Scala) – Es gehört schon Mut dazu, die Welturaufführung einer Oper in den November und damit ans Ende der Spielzeit der Scala zu setzen. Denn in der Regel ist die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit dann bereits auf die jedes Jahr besonders herausgeputzte Saisoneröffnung der Mailänder Bühne am 7. Dezember gerichtet. Doch die Entscheidung, mit einem Ausrufezeichen die Spielzeit zu beenden, erwies sich als richtig. Die neue Oper von Salvatore SciarrinoTi vedo, ti sento, mi perdo“ („Dich sehen, dich spüren, mich verlieren“), eine Auftragsarbeit der Scala gemeinsam mit der Staatsoper Unter den Linden (Berlin), konnte einen erstaunlichen Erfolg beim Publikum verbuchen. Die Kritik äußerte sich vorsichtig positiv bis ablehnend über die Inszenierung, doch wahrgenommen haben die Medien sie alle.

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im Theater: Uomini e no

Die neue Bühnenfassung von Vittorinis Roman über den Mailänder Widerstand in der Regie von Carmelo Rifici im Piccolo Teatro

copyright Piccolo Teatro/Masiar Pasquali

Mit der Tram durch den Mailänder Widerstand - Bühnenbild für "Uomini e no"

Mailand (Piccolo Teatro) – Elio Vittorini schrieb in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs einen Roman über den Widerstand in Mailand, der kurz nach der Befreiung unter dem Titel „Uomini e no“ (Dennoch Menschen) erschien. Der Roman erregte inhaltlich (wegen seiner Nähe zum Geschehen im Winter 1944) und formal (eine stark dialogisierte Erzählweise, typenhafte Schilderung der Personen) Aufsehen und wurde zum Symbol für eine neue, engagierte Literatur. Heute ist er fast vergessen. Das Piccolo Teatro bringt ihn jetzt mit einer neuen Bühnenfassung von Michele Santeramo – eine erste gab es bereits in den 1960er Jahren – wieder in Erinnerung. Regie führt Carmelo Rifici, ein Ronconi Schüler, der auch die Schauspielschule des Piccolo leitet. Als Darsteller setzt er eine Gruppe junger, gerade an seiner Schule diplomierter Schauspieler ein.

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in der Oper: Der Freischütz

Regisseur Matthias Hartmann und Dirigent Myung-Whun Chung inszenieren den „Freischütz“ an der Scala schwungvoll und mit viel Ironie

copyright Brescia Amisano - Teatro alla Scala Milano

In der Wolfsschlucht: Kugeln vom "Schwarzen Jäger" - Max (links Michael König) und Kaspar (Günther Groissböck)

Milano (Teatro alla Scala) – Man singt und spricht viel deutsch in dieser Spielzeit an der Scala. Mozarts Entführung aus dem Serail, Wagners Meistersinger, Humperdincks Hänsel und Gretel und jetzt „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber (1786 -1826). In dieser durch und durch romantischen Oper, die 1821 in Berlin uraufgeführt wurde, geht es um Macht und Liebe und natürlich um den Kampf zwischen Gut und Böse. Matthias Hartmann hat das Singspiel inszeniert. Die Partitur wird unter der Leitung von Myung-Whun Chung vom Orchester schwungvoll umgesetzt. Überzeugend der Bass Günther Groissböck als verführerischer Kaspar und die Sopranistin Julia Kleiter als verliebte (und unter Hartmann auch kämpferische) Agathe – etwas weniger der Tenor Michael König als Max. Großartig klingen die Chöre.

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im Kino: A Ciambra

Im Film von Jonas Carpignano über das Erwachsenwerden eines jugendlichen Roma durchringen sich Fiktion und Dokumentation

copyright Prod. A Ciambra

Die Freundschaft als Probe - Der junge Roma Pio (Pio Amato) und der Einwanderer Ayiva (Koudous Seihon)

Mailand (Cinema Palestrina) – Der Film A Ciambra erzählt die Geschichte des 14jährigen Pio. Pio lebt in einer kleinen Gemeinschaft von Roma in Ciambra, einem berüchtigten Vorstadtviertel der Stadt Gioia Tauro (Kalabrien). Hier treffen Randgruppen der Gesellschaft aufeinander: Immigranten, Mafiosi und eben Roma, „die Zigeuner“. Eigentlich noch Kind will Pio in die Welt der Erwachsenen seiner Volksgruppe mit ihren Verhaltsmustern und Regeln meist jenseits der Legalität so schnell wie möglich hinein wachsen. Zäh verfolgte er sein Ziel, bis er, gleichsam als ein Initiationsritus, Verrat an dem afrikanischen Einwanderer Ayiva begehen soll, der ihm ein Freund geworden ist.

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in der Oper: Le siège de Corinthe

Beim Rossini Festival in Pesaro thematisiert die Inszenierung der „Belagerung von Korinth“ durch La Fura dels Baus einen möglichen Krieg um die Wasservorräte der Erde.

copyright Rossini Opera Festival

Tod in Korinth - Nino Machaidze als Pamyra una Luca Pisaroni als Mahomet

Pesaro (Adratic Arena) - Eine Hitzewelle überzieht Südeuropa. Wälder verbrennen, Flüsse und Seen trocknen aus und Wasser wird zu einer Kostbarkeit. Während die USA und Nordkorea aus vergleichsweise nichtigen Gründen ihre Atomwaffen in Stellung bringen, rückt so ein anderes Szenarium ins Bewusstsein – dass nämlich der nächste Weltkonflikt ein Krieg um die Ressource Wasser sein könnte. Wie sensibel Kunst und Kultur mögliche Problematiken vorweg nehmen können, kann man beim Rossini Opera Festival (ROF) in Pesaro an der Adriaküste erleben. Hier steht Oper Le siège de Corinthe (Die Belagerung von Korinth) im Mittelpunkt. Roberto Abbado dirigiert das Italienische Rundfunkorchester der RAI und Carlus Padrissa vom katalanischen Kollektiv La Fura dels Baus inszeniert die Handlung um einen türkisch-griechischen Konflikt eben als einen Krieg ums Wasser.

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im Kino: Sole cuore amore

Der Film von Daniele Vicari geht trotz dramaturgischer Schwächen unter die Haut.

copyright Fondango

Überzeugend - Isabella Ragonese als Eli, die sich zwischen Arbeit und Familie aufreibt

Mailand (Cinema Mexiko) – Der Titel – „Sole cuore amore“ – klingt nach Sommerkomödie. Doch der Film von Daniele Vicari erzählt eine ganz andere Geschichte. Eli lebt mit ihrem chronisch arbeitslosen Ehemann und vier Kindern in Pomezia. Sie fährt jeden Morgen, sieben Tage in der Woche, nach Rom, 2 Stunden hin, 2 Stunden zurück, um acht Stunden in einer Kaffee-Bar zu arbeiten. Unter ihr wohnt Vale, Tänzerin und Performerin, die eine konfliktvolle Beziehung mit ihrer Mutter durchlebt. Zugleich fühlt sich Vale von ihrer Tanzpartnerin angezogen. Eli und Vale, in gleichsam geschwisterlicher Solidarität verbunden, müssen einen Alltag bestehen, in dem Arbeit Mangelware bleibt oder in einer von Prekariat bestimmten Schattenwirtschaft kaum das Überleben ermöglicht. Und in dem Familie, Liebe gar, auf wenige Gesten reduziert wird. Wie Elis älteste Tochter sagt: „Wenn Frau werden heißt, ein Leben wie Du zu führen, dann möchte ich lieber sterben.“

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im Kino: Tutto quello che vuoi

Francesco Bruni hat eine liebevolle und zugleich bittere Komödie über die Generationen gedreht.

copyright IBC Movie

Der Poet und der Taugenichts - Giuliano Montaldo und Andrea Carpenzano

Mailand (Cinema Arcobaleno) – Ein 22jähriger Taugenichts, Alessandro, hängt den ganzen Tag mit seinen Freunden aus dem Viertel auf der Piazza rum. Dumme Sprüche, nichts im Kopf und unfähig tiefe Gefühle zu entwickeln. Doch bald erweist sich, dass man ihn und seine Freunde nicht so einfach abschreiben kann. Widerwillig nimmt Alessandro (Andrea Carpenzano) einen Job an. Er soll den 85jährigen Poeten Giorgio (Giuliano Montaldo), den die Alzheimerkrankheit nach und nach die Erinnerungen durcheinander bringt, auf Spaziergängen begleiten. Ein Dichter, der von seiner Umwelt längst vergessen worden ist. Was eine kopflastige Erzählung hart am Rand von Kitsch und Stereotype hätte werden können, wird in der liebevollen und zugleich bitteren Komödie „Tutto quello che vuoi“ („Alles, was du willst“) von Francesco Bruni stimmig.

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im Kino: Cuori puri

Der Erstlingsfilm von Roberto De Paolis erzählt eine Liebesgeschichte aus dem Alltag unserer Vorstädte zwischen Brutalität und Solidarität.

copyright Young Films/Rai Cinema

Eine Beziehung mit Gittern: Agnese (Selene Caramazza) und Stefano (Simone Liberati)

Mailand (Cinema Anteo) - Sie, Agnese, ist gerade achtzehn Jahre alt; er, Stefano, 25. Sie lebt mit ihrer Mutter und engagiert sich in einer kirchlichen Jugendgruppe an der römischen Peripherie (Tor Vergata). Er lebt allein und kommt aus Problem beladenen sozialen Verhältnissen. Sie versucht sich von der Kontrolle und der erdrückenden Liebe der Mutter zu lösen. Er verdient sich Geld als Wächter eines heruntergekommenen Parkplatzes, der an ein Lager von Roma und Sinti grenzt. Agnese und Stefano begegnen einander und es beginnt eine schwierige Beziehung.

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in der Oper: Die Meistersinger von Nürnberg

Daniele Gatti dirigiert an der Scala eine umjubelte Aufführung von Richard Wagners einziger Oper semiseria

copyright Teatro alla Scala Milano

Schuster und Meistersänger - Michael Volle überzeugt in der Rolle des Hans Sachs

Mailand (Teatro alla Scala) – Richard Wagner führt uns mit seinen Meistersingern (Uraufführung 1868) in die Renaissancezeit. Die Inszenierung an der Scala stellt sie unter der Regie von Altmeister Harry Kupfer in die Gegenwart. Die Geschichte eines Sängerwettstreits - als Preis winkt dem Sieger die einzige Tochter des reichsten Mannes der fränkischen Kaiserstadt - entwickelt sich auf dem Hintergrund des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Nürnberg und der Zeit des Wiederaufbaus . Die Brücke zwischen dem Gestern und Heute schlägt das von Daniele Gatti geführte Orchester mit einer wundervoll weichen Interpretation.

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im Kino: Padre d’Italia

Zwischen Lebensangst und Übermut - ein ungleichen Paar auf der Reise durch Italien. Zwei junge Erwachsene, denen es schwerfällt, erwachsen zu werden.

copyright Bianca Film

Lust am Leben - Isabella Ragonese in "Il Padre d'Italia"

Mailand (Cinema Mexico) – Paolo, 30 Jahre alt, lebt zurückgezogen in Turin in einer Problem beladenen homosexuellen Beziehung. Eines Abends trifft er auf die etwa gleichaltrige, im sechsten Monat schwangere Mia, die Sängerin einer Rockband. Nach einem Ohnmachtsanfall begleitet er sie ins Krankenhaus und beherbergt sie für eine Nacht in seiner Wohnung. Danach bringt die vitale, optimistische und zugleich etwas durchgedrehte Frau das stille Leben von Paolo völlig durcheinander.

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im Theater: Bestie di scena

Die Uraufführung von Emma Dantes neuestem Stück am Piccolo Theater

copyright Piccolo Teatro Milano/Masiar Pasquali

Schamlose Ernsthaftigkeit von "Bühnentieren" - Emma Dantes "Bestie di scene"

Mailand (Piccolo Teatro) – Das Stück „Bestie di scena“ („Bühnentiere“), das jetzt am Piccolo uraufgeführt wurde, ist ein Arbeit über Schauspieler. 14 Darsteller, sieben Frauen und sieben Männer der sizilianischen Compagnia Sud Costa Occidentale, zeigen sich auf der Bühne splitternackt. In langen Proben haben sie sich unter der Regie von Emma Dante damit auseinander gesetzt, Scham abzulegen, Blicke auszuhalten und die eigene Körperlichkeit frei, gleichsam „tierisch“ in ein Bühnenspiel einzubringen. Die „Bühnentiere“ spielen und kämpfen, schreien und streiten, lachen und werden verrückt.

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