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BRÜCKEN DER WISSENSCHAFTEN UND DER KÜNSTE

50 Jahre Deutsches Studienzentrum in Venedig und das grenzüberschreitende Denken

© Stefan Imperi / DSZV

Sitz des Deutschen Studienzentrums Venedig: Der Palazzo Barbarigo della Terrazza am Canal Grande aus dem 16./17. Jahrhundert mit der schönsten Terrasse der Lagunenstadt.

Mailand/Venedig – Mit einer Feierstunde in der Sala del Capitolo der Scuola Grande di San Rocco hat das Deutsche Studienzentrum Venedig (DSZV) sein 50-jähriges Bestehen begangen. Die Herausforderungen der Gegenwart, wie sie sich auch dramatisch in der globalen Klimakrise entwickeln und durch die Pandemie noch lesbarer geworden sind, können nur durch grenzüberschreitendes Verstehen und Forschen gemeistert werden. Ein Denker wie Wolfgang Welsch, der seit Langem transdisziplinäre (und transkulturelle) Ansätze verfolgt, unterstrich in einem plauderhaften und zugleich differenzierten Festvortrag die Notwendigkeit, über die Grenzen des jeweils eigenen Fachgebiets immer wieder Brücken zu anderen Disziplinen zu schlagen. Was gerade das Studienzentrum vorlebt, indem es Stipendiatinnen und Stipendiaten verschiedener wissenschaftlicher, aber auch künstlerischer Arbeitsbereiche Möglichkeiten gibt, in der Lagunenstadt eigene Projekte im Austausch mit anderen zu verfolgen und zu verwirklichen.

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"INTERNATIONALE PERSPEKTIVEN"

Casa di Goethe (2): Gregor H. Lersch wird neuer Leiter der Casa di Goethe in Rom. Die von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien finanzierte Einrichtung kann im Mai ihr 25jähriges Jubiläum feiern

© Casa di Goethe

Blick in die Räume der festen Ausstellung (im Vordergrund eine Kopie des berühmten Gemälde von Tischbein "Goethe in der Campagna"

Mailand/ Rom – Wachwechsel an der Casa di Goethe in Rom: Der Kulturwissenschaftler Gregor H. Lersch folgt im April auf die Literaturwissenschaftlerin Maria Gazzetti, die die Einrichtung von 2013 an bis jetzt geleitet hat – in der Nachfolge auf die Historikerin Ursula Bongaerts, die die Casa di Goethe 1997 aufgebaut und 16 Jahre lang geführt und geprägt hatte. Der 43jährige Gregor H. Lersch hatte zuletzt am Jüdischen Museum Berlin den Bereich Ausstellungen verantwortet. Die Casa di Goethe ist eine kleine, aber lebendige deutsche Kultureinrichtung  mit einer festen Sammlung (Kunstgegenstände und Dokumente zu Goethe und der Goethezeit in Italien), wechselnden Ausstellungen, Bibliothek und Veranstaltungen. Träger ist der Arbeitskreis selbständiger Kultur-Institute e. V. (AsKI) in Bonn, finanziert wird sie von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Es ist das Anliegen des neuen Leiters, „die italienische Öffentlichkeit für diesen vielschichtigen literarischen Erinnerungsort zu begeistern und hier internationale Perspektiven aus Kunst und Literatur zu diskutieren.“

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ARTUROS INSEL

Procida zwischen Verkehrsbeschränkungen und einem Lesemarathon der Vereinigung Deutsch-Italienischer Kultur-Gesellschaften von Stuttgart bis Hamburg

© Comune Procida

Reisender kommst du nach Procida, lass dein Auto zuhause - die italienische Kulturhauptstadt 2022 beugt dem Verkehrschaos vor

Mailand – Procida, „Arturos Insel“ im Roman von Elsa Morante, bereitet sich auf die Saison als italienische Kulturhauptstadt 2022 vor. Um den zu erwartenden Zufluss von Besuchern zu regulieren, hat die Gemeindeverwaltung beschlossen, den Auto- und Motorradverkehr mit Ausnahme der Anwohner drastisch einzuschränken. Oder wie es im Paragraph eins einer kommunalen Anordnung heißt:  „Vom 1. März 2022 bis zum 31. Dezember 2022 ist es verboten, auf der Insel Procida Kraftfahrzeuge, Motorräder und Mopeds zu fahren, die nicht der ständig auf der Insel ansässigen Bevölkerung gehören, auch wenn sie im Miteigentum von dort ansässigen Personen stehen.“ Als Elsa Morante ihren Roman 1956 schrieb, in dem es um Kindheitserinnerungen aus den 1920er Jahren auf einer paradiesischen Insel geht, spielt der KFZ-Verkehr absolut keine Rolle. Wie auch die Leserinnen und Leser erfahren, die am diesjährigen Lesemarathon der Vereinigung Deutsch-Italienischer Kultur-Gesellschaften (VDIG) teilnehmen.

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DIE RÄNDER STÄRKEN

Das Kulturministerium will gezielt Veranstaltungen von darstellenden Künsten in den Vorstädten fördern

© Cluverius

Mehr kultureller Schwung in die Vorstädte mit 22,2 Milionen Euro - hier Mailand Bicocca

Mailand/Rom ­– Das italienische Kulturministerium hat mit 22,2 Millionen Euro ein Förderprogramm aufgelegt, mit dem Kultureinrichtungen in den Stadtrandbereichen der 14 Metropolzonen des Landes unterstützt werden sollen. Im Vordergrund stehen öffentliche Musik-, Theater-, Tanz- und Kunstveranstaltungen. Die Unterstützung soll die soziale Eingliederung, die territoriale Wiederherstellung und den Schutz von Arbeitsplätzen sowie die Aufwertung des materiellen und immateriellen Erbes durch die darstellenden Künste gewährleisten.

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BUNT WIE ARLECCHINO

Italien: Aus der Vielfalt der Zentren für Gegenwartskunst ragen Turin und besonders Mailand heraus – und Venedig als internationale Bühne

© Cluverius

Wo sich die Gegenwartskunst der ganze Welt trifft: Die Kunstbiennale 2022 "The Millk of Dreams" wird am 23. April eröffnet - hier ein Eindruck der Giardini und dem Hauptgebäude von der Architekturbiennale 2021

Mailand – Die Gegenwartskunst in Italien stagniert. Das hat sicher auch damit zu tun, dass das ganze Land einen müden Eindruck macht. Es steht von einigen Bereichen (Mode, Design, Food) ausgenommen nicht im internationalen Interesse, bietet auch keine beispielhaften sozio-politischen Entwicklungen (oder sie verpuffen wie die Fünfsternebewegung in wenigen Monaten) und wird kulturell im Ausland kaum noch wahrgenommen. Immer weniger Künstlerinnen und Künstler aus Italien sind auf internationalen Ausstellungen und Messen präsent, beklagte kürzlich ein Forum zur Gegenwartskunst am Museum Pecci in Prato. Dabei gibt es im Land mehrere Zentren, die zumindest historisch eine Rolle gespielt haben oder sich gerade neu aufstellen und vielleicht Ansätze bieten, der Szene neue Anstöße zu geben.

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HISTORISCHE ERZÄHLUNG

Der Historiker Saul Friedländer (Israel) wird mit dem Balzan Preis 2021 ausgezeichnet. Außerdem werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Italien, Frankreich und den USA prämiert

© Fondazione Balzan

Saul Friedländer, geboren am 11. Oktober 1932 in Prag

Mailand – Der israelische Historiker Saul Friedländer erhält in diesem Jahr den Balzan Preis im Fachgebiet Holocaust- und Genozidforschung. Der 1932 in Prag geborene Friedländer (University of California, Los Angeles) wird, wie es in der Begründung heißt, für „die Schaffung einer historischen Erzählung“ ausgezeichnet, „welche das Unaussprechliche zum Ausdruck bringt, indem sie die wissenschaftliche Analyse mit den disruptiven Stimmen der Opfer, Täter und Zuschauer verflicht.“ Weitere Preisträger sind die italienische Physikerin Alessandra Buonanno (53), die am Albert-Einstein-Institut (Potsdam) unterrichtet zusammen mit dem französischen Physiker Thibault Damour (70) vom Institut des Hautes Études Scientifiques (Paris) im Fachbereich Gravitation: physikalische und astrophysikalische Aspekte. Der US-amerikanische Biologe Jeffrey Gordon (48) von der Washington University (Saint Louis) erhält den Balzan Preis für seine Forschungen im Fach Das Mikrobiom: seine Rolle in Gesundheit und Krankheit. Der Preis für Vorderasiatische Kunst und Archäologie wurde nicht vergeben.

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MANIFEST DES WOHLBEFINDENS

Dialog von Design und Kunst auf dem „Fuorisalone“ der Mailänder Möbelmesse – zum Beispiel das Wandgemälde „Be Water“ von Maurizio Cattelan in einem historischen Schwimmbad

© Alberto Zanetti/Toiletpaper

Eleganz im Stil der 1950er Jahre im städtischen Hallenbad: Installation von Maurizio Cattelan und Pierpaolo Ferrari für die Piscina Cozzi in Mailand

Mailand – Verschoben ist nicht aufgehoben: Die Mailänder Möbelmesse, die in diesem Jahr wegen der Pandemie von April auf September verlegt wurde, beweist kreativen Überlebenswillen. Nicht nur Fachbesucher, sondern Kulturtouristen aller Herren Länder zieht es gerade wieder in die lombardische Metropole. Besonders der Fuorisalone, die Veranstaltungen des Salone del Mobile im Mailänder Stadtbild, öffnet sich zu diesem ungewohnten Herbsttermin mehr denn je einem Dialog von Design und Kunst. Die meisten Installationen etwa in den Innenhöfen der staatlichen Universität oder im kleinen botanischen Garten hinter dem Palazzo Brera bleiben jedoch ephemer. Sie werden nach Abschluss der Designwoche (4. - 12.9.) und der anschließenden Artweek (13.-19.9. mit der Messe MiArt ) wieder aus dem Stadtbild verschwinden. Anders eine Arbeit von Maurizio Cattelan in der Piscina Cozzi, einem Hallenbad im Viertel Porta Venezia, die zumindest bis Ende 2022 allen Schwimmfreunden erhalten bleibt.

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BRÜCHE ÜBERWINDEN

Parma: Die Italienische Kulturhauptstadt in Zeiten der Pandemie

© Maria Placanin/Complesso Monumentale della Pilotta

Parma, Kulturhauptstadt im Takt der Zeit - Das Thema gibt eine Installation von Maurizio Nannucci im Hof des Palazzo della Pilotta vor

 Mailand/Parma – Eine Schriftinstallation des Neonkünstlers Maurizio Nannucci zieht sich seit wenigen Monaten in Parma durch den Hof der ehemaligen Farnese-Residenz, dem Palazzo della Pilotta aus dem 17. Jahrhundert: „Time present and time past are both present in time future.“ Das Thema der Zeit, die vergangen oder gegenwärtig in der Zukunft präsent bleibt, bildet auch den Grundbass für das Programm, das die norditalienische Universitätsstadt für das Jahr 2020 entwickelt hatte, als ihr der Titel einer „italienischen Hauptstadt der Kultur“ zugesprochen worden war.

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EIN BUNTES PROGRAMM

13 Opern in der neuen Spielzeit, zehn Balletttitel, Preisnachlässe und digitale Aufrüstung – das Teatro alla Scala rüstet sich nach der Pandemiepause für die Zukunft

© Cluverius

Sich seiner Strahlkraft bewusst - die Mailänder Scala will die Pandemiezeit überwinden

 Mailand – Neustart am Teatro alla Scala. Die Mailänder Oper versucht mit einem bunten – Kritiker reden auch von einem „zusammen gewürfelten“ – Programm, die Scherben der durch die Pandemie verursachten Zwangspause wieder zu einem Ganzen zu kitten. Intendant Dominique Meyer und der musikalische Direktor Riccardo Chailly präsentierten jetzt die Spielzeit 2021/22, die traditionell am 7. Dezember mit Verdis Macbeth (Dirigent Chailly/ Regie Livermore) mit u.a. Anna Netrebko und Luca Salsi eröffnet werden soll. Ihr vorgeschaltet ist eine Art Rossini-Festival in den Monaten September bis November (Il Turco in Italia, Il Barbiere di Siviglia, L’Italiana in Algeri) – der „leichte“ Rossini versteht sich. In der kommenden Spielzeit kommen 13 Opern zur Aufführung (davon neun Neuproduktionen) und zehn Ballett-Titel (fünf Neuproduktionen).

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EIN BATZEN GELD

Italien erhält aus EU-Töpfen fast 6 Milliarden Euro für die Kultur

© Cluverius

Geld für Wiederbelebung alter Ortskerne - Tavole (Provinz Imperia)

Mailand – Am EU-Aufbaufonds zur Wirtschaftshilfe in Pandemiezeiten partizipiert Italien mehr als jedes andere Land der Union: 191,5 Milliarden Euro plus eine Zusatzrate von 30 Milliarden, also insgesamt 221,5 Milliarden Euro sollen den kränkelnden Staat am Mittelmeer wieder auf die Beine bringen. Dabei spielen Kultur und Kulturtourismus im Land, wo die Zitronen blühen, keine geringe Rolle. Und so fließen auch Gelder in einen nationalen “Recovery Plan per la cultura”, einen Kulturaufbauplan, den das Kulturministerium federführend ausgearbeitet hat. 4,27 Milliarden Euro plus in einem zweiten Moment weitere 1,46 Milliarden sollen Aktivitäten auf vier Feldern fördern.

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STILLE TAGE IM APRIL

Wie Mailand auf ein neues Designmuseum hofft, das ein Zeichen neuer Nachdenklichkeit setzen will, während der "Fuorisalone" nur digital stattfinden kann 

© Cluverius

Warten auf Eröffnung - Neues Designmuseum in einem ehemaligen Depot für die Mailänder Pferdebahn

Mailand - Nach der Pandemie ist vor der Pandemie – oder wird dann nichts mehr so sein, wie es vorher war? Die Stimmung in der italienischen Architektur- und Designszene schwankt zwischen neuem Denken und die Hoffnung, den Boden nicht unter den Füßen zu verlieren. Und hier richten sich alle Blicke auf Mailand, das mit seinen Möbel- und Einrichtungsbetrieben in der Stadt und in der Region, seinen Architekturbüros sowie seinen Ausbildungs- und Ausstellungseinrichtungen für eine in der Welt wohl einmaligen Verzahnung von Unternehmen, Planern/Gestaltern und Kommunikatoren steht. Doch vielen Betrieben steht wirtschaftlich das Wasser bis zum Hals, Schulen und Akademien halten sich mühsam mit Distanzunterricht am Leben und Einrichtungen wie der Salone der Mobile, der im vergangenen Jahr ganz ausgefallen war, musste 2021 vom traditionellen Apriltermin auf den Spätsommer (5. bis 10.9.) verschoben werden.

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„DIE FRAU IST KEIN MÖBELSTÜCK“

Eine Installation des Designers Gaetano Pesce ("Maestà sofferente") wird von italienischen Feministinnen als frauenfeindlich kritisiert

© Ferrara bynight/Rubbini

Die Installation "Maestà sofferente"von Gaetano Pesce vor dem Messegelände von Ferrara

Mailand/Ferrara – Die Formung ist weiblich rund, weich und hat etwas Beschützendes. Doch sie ist verletzt durch Hunderte von Feilen, die in ihr stecken. Die überdimensionale, acht Meter hohe Installation von Gaetano Pesce trägt den Namen „Maestà sofferente“ – die „leidende Majestät“, oder die „leidende Würde“. Zur Installation von Pesce gehören eine ebenso überdimensionale Kugel, die an den zentralen Körper durch eine Schnur gekettet ist, sowie Skulpturen wilder Tiere, die die „Maestà“ belagern. Vor wenigen Jahren hatte der heute 82jährige Künstler und Designer sie zum ersten auf dem Mailänder Domplatz präsentiert. Gegenwärtig prägt sie den Eingang zum Messegelände in Ferrara, wo sie nach einer Initiative von Vittorio Sgarbi, dem streitbaren Kunstkritiker und Präsidenten der Vereinigung „Ferrara Arte“, am 8. März zum Weltfrauentag aufgestellt wurde (hier ein Video).

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ITALIEN UND DIE „IDANTITÄT“

Von Ausstellungen bis zu Büchern – das Land feiert den Dichterfürsten Dante Alighieri 700 Jahre nach seinem Tod mit einem vollgestopften Programm, das aber wegen der Covid-Pandemie nur etwas mühsam anrollt –  ein Überblick (und ein deutsch-italienischer Streit)

© Claudia Rogge - courtesy Galleria Verrengia

Fotoarbeit von Claudia Rogge "EverAfter Paradies I" (165x215 cm) aus dem Jahr 2010 in der Ausstellung der Fondazione Alda Fendi in der rhonoceros gallery Rom (15.4. bis 15.7.)

Mailand – Vor 700 Jahren, in der Nacht vom 13. auf den 14. September 1321, starb der 56jährige Dante Alighieri in Ravenna vermutlich an den Folgen einer Malaria. Dutzende von Ausstellungen, Aufführungen, Lesungen, Tagungen und weiteren Veranstaltungen sowie Veröffentlichungen stehen in diesem Jahr im Zeichen des Gedenktages. Hinzu kommt der Dantedì, der jährliche Dantetag, den das Kulturministerium für den 25. März eingerichtet hat, der jetzt zum zweiten Mal gefeiert wird. „Vater der italienischen Identität“ nennt der Corriere della Sera den „sommo poeta“. Und die Zeitschrift Giornale dell’Arte widmet einem Artikel über den Veranstaltungsreigen zum 700. Todestag die Schlagzeile: „L’iDantità italiana“.

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WOHL BEKOMMS!

Spitzenköche kommentieren Gemälde der Uffizien und lassen sich von ihnen zu Kochtipps inspirieren

© courtesy Uffizi, Firenze

"Junge mit Fischkorb und Languste" von Giacomo Ceruti (1698-1767), genannt "il Pitocchetto" im Palazzo Pitti - aber ist die Languste wirklich eine Languste?

Mailand/Florenz - Das ist eine Idee, die man sich auf der Zunge zergehen lassen kann: unter dem hashtag „#uffizidamangiare“ stellt das Florentiner Museum neuerdings jeden Sonntag ein kurzes Video auf seine Facebookseite, in dem eine bekannte Küchenchefin oder ein bekannter Küchenchef Gemälde mit gastronomischen Motiven der Sammlung der Uffizien oder des Palazzo Pitti kommentiert und Tipps zur Zubereitung der abgebildeten Lebensmittel gibt. Direktor Eike Schmidt hofft so, „eine stärke Anbindung an die Werke des Museums zu schaffen, sie in einen aktuellen und lebendigen Kontext zu stellen.“

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UNTER DER KOPFHAUT

Neurowissenschaften: Das Projekt „Human Brains“ der Fondazione Prada, das mit einer Online-Konferenz begonnen hatte, soll im Herbst 2021 in Mailand und zur Kunst-Biennale 2022 in Venedig fortgesetzt werden

© Cluverius

Kommunikation unter vielen Dächern: Mode, Kunst und Wissenschaft - der Sitz der Fondazione Prada in Mailand

Mailand - Die erste Phase des Projekts "Human Brains" der Fondazione Prada ist durch die Analyse der Online-Konferenz "Culture and Consciousness" vom 9. bis 13. November 2020 zu Ende gegangen. In den fünf Live-Panels diskutierten zehn weltweit führende Experten der Neurowissenschaften im Dialog mit 7 Moderatoren – darunter die Hirnforscherin Katrin Amunts (Uni Düsseldorf) – vor einem Publikum von insgesamt rund 27.000 Teilnehmern. Die zweite Phase ist für den Herbst 2021 im Prada-Hauptsitz Mailand geplant: Es wird eine internationale Konferenz geben, die durch ein Ausstellungsprojekt ergänzt wird. Ziel der Konferenz ist es, einige der renommiertesten internationalen neurowissenschaftlichen Institute zu vergleichen.

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